Weil heute Montag ist

WortbeflüglerMontag, das Wochenende ist vorbei, das Fleisch ist willig, nur der Geist noch nicht wach?

Dann nützt es vielleicht, ein bisschen die eigene Kreativität anzukurbeln. Aber etwas Anregung kann sicher nicht schaden. Da hilft mein Alter-Ego Valentiner. Jeden Montag stellt er mit dem Wortbeflügler einen Spruch, ein Gedicht oder ein kurzes Stück Prosa bereit, dass ihr auf jede erdenkliche Weise beflügeln könnt.

Ob ihr mit dem Text in einen schriftlichen Dialog tretet, ihn zeichnender- oder fotografierenderweise illustriert, ihn rezensierend in den Boden stampft, ihn variiert oder fortführt, ob ihr ein Lied dazu schreibt oder singt, ein Video dreht oder was auch immer, alles gilt als rechtlich und moralisch sauber beflügelt.

Wie die genauen Spielregeln lauten (denn mehr als ein Spiel will es nicht sein), könnt ihr hier nachlesen.

Tierischer Humor in Zooland

Mein Pseudo-Ben macht schon seltsame Sachen. Neben seinen Printveröffentlichungen füllt er auch gern das Internet mit seinem Geschreibsel. Neben Bloggeschichten, Blogromanen und weiteren Unsinnigkeiten hat er seit einiger Zeit die Zoologie für sich entdeckt. Wer aber auf interessante und lehrreiche Beiträge zu diesem und jenem Bewohner der Tierwelt hofft, wird maßlos enttäuscht.

Zooland nennt er das und fügt dort Fotografien mit tierischen Protagonisten völlig sinnfreie Unterschriften bei, die er für humorvoll hält. Kostprobe gefällig?

Kleines Unglück

Kleines Unglück

„Also, Herr Storch, wo ist es denn nun? Wir warten doch schon so lange auf das Kleine!“
„Es tut mir wirklich leid, Herr Gans, mir ist da bei der Anlieferung ein kleines Unglück passiert. Aber keine Sorge, meine Mitarbeiter suchen schon danach.“

Spammer erobern Kindle

Zu den sicherlich zur Zeit für Autoren interessantesten Themen gehört spätestens seit der Öffnung des Kindle-Shops für deutsche Kunden der E-Book-Markt. Welche Möglichkeiten bietet er, ist er eine lohnenswerte Alternative zur klassischen Verlagspublikation, lässt sich damit ein netter Nebenverdienst generieren oder wird man gar zum Millionär?

Es gibt da sicher einges Für und Wider. Eines der Wider nimmt jetzt offenbar Züge an, mit denen selbst die härtesten Kritiker so kaum gerechnet haben dürften. Hier eine Pressemeldung von pte:

E-Books: Spamwelle erfasst Amazons Kindle-Shop
Dreiste User veröffentlichen massenhaft Müll für schnelles Geld

Seattle (pte023/20.06.2011/13:31) – Im Kindle-Shop des Online-Händlers Amazon müssen sich die E-Book-Leser durch immer größere Berge an Spam wühlen, um einen passenden Titel zu finden. Auf dem alternativen Vertriebsweg bei „Kindle Direct Publishing“ , wo Autoren auch ohne Verlag Bücher in digitaler Form veröffentlichen können (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/20110421019), suchen dreiste User das schnelle Geld. Sie missbrauchen das Programm, um am wachsenden E-Book-Geschäft teilzuhaben, und überhäufen den Online-Store mit minderwertigem Material.

In Deutschland ist Amazon erst vor wenigen Monaten in den noch kleinen Markt eingestiegen. „Verlage und Buchhandel rechnen in den kommenden Jahren mit erheblichen Umsatzsteigerungen und investieren deshalb weiter in die Digitalisierung“, sagt Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels, gegenüber pressetext. „Das Angebot auf dem Markt ist da, es wächst und es wird seinen Weg zu den Lesern in den nächsten ein, zwei Jahren finden.“

Wertlose Inhalte zu Dumpingpreisen

Mit eigenen E-Books können Autoren in Self-Publishing-Programmen schon jetzt erste Schritte auf den Markt wagen. Kindle Direct Publishing beispielsweise steht gegen eine Verkaufsbeteiligung für Amazon allen Usern kostenlos offen. Reuters zufolge hat der Konzern in dem gegenüber Deutschland wesentlich größeren E-Book-Markt USA damit Spammer angelockt. Diese kaufen Inhalte und zugehörige Lizenzen günstig im Web und verschachern den Content im E-Book-Format in der Regel zu Dumpingpreisen von unter einem Dollar weiter.

Je größer das Angebot, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für den ein oder anderen Verkauf. Angesichts der Massen an eigentlich wertlosen Publikationen, tappen User gelegentlich auch in eine der Spam-Fallen. Mittlerweile kursieren offenbar sogar DVDs zur Anleitung, wie bis zu 20 Titel pro Tag veröffentlicht werden können, ohne sie selbst zu schreiben. Das Problem macht aber nicht nur den Lesern auf Büchersuche zu schaffen, die von der Spam-Flut im Kindle-Shop überrollt werden. Darüber hinaus leiden darunter auch die Geschäfte ernst zu nehmender Autoren und Verleger.

Quelle: pte

Krimianalyst

Freunde der gepflegten Kriminalliteratur werden sich sicher über das folgende Blogfundstück freuen:

tatort:krimi
Die wichtigsten Neuheiten, die besten Klassiker, die schaurigsten Schauplätze

Du schreibst so weiblich!

Immer wieder wird sie gestellt, die Frage, ob Frauen anders schreiben als Männer. Abgesehen davon, ob das eine interessante oder gar relevante Frage ist, möchte ich sie hier und heute ein für allemal beantworten. Und zwar mit dem berühmt-berüchtigten klaren Jein.

Nein, denn weder Frauen noch Männer schreiben in der Regel als Gruppe an einem Text, sodass das jeweilige Produkt, der fertige Text, mindestens so individuell ist wie sein Produzent, der jeweilige Autor oder die jeweilige Autorin. Da ein Autor/eine Autorin außerdem gut daran tut, seine/ihre schreiberische Gestaltung durch Auswahl der passenden Stilmittel dem jeweiligen Text und seiner Intention anzupassen, schreibt eine Autorin also nicht einmal immer wie sie selbst, was in gleichem Maße für ihre männlichen Kollegen gilt.

Das bedeutet gleichzeitig ein Ja: Eine Autorin schreibt anders als ein Autor. Wie auch ein Autor anders als ein anderer Autor schreibt.

Wie auch immer. Damit ist letztlich nicht widerlegt, dass es nicht Anzeichen für weibliche Schreibe geben könnte. Ich für meinen Teil möchte nicht abstreiten, dass es auch in anderer Hinsicht Eigenschaften gibt, die bei den Damen dieser Welt mit größerer Regelmäßigkeit anzutreffen sind als bei den Herren. Genau wie umgekehrt. Was keine Ausschließlichkeit bedeutet. Und keine Wertung.

Und möglicherweise gibt es etwas wie eine weibliche Sichtweise auf die Dinge (die ebenso Männern eigen sein kann), die sich im geschriebenen Text wiederspiegeln kann.

Ich habe keine Ahnung und es spielt für mich letztlich keine Rolle. Sowohl als Leser als auch als Lektor haben mich bisher Texte beiderlei Geschlechts beeindrucken können. Am anderen Ende der vielzitierten Fahnenstange gibt es ebenfalls keinen Unterschied: Sowohl Autorinnen als auch Autoren können die gleichen Schwächen in ihre Texte schreiben.

Dennoch freue ich mich, euch ein Fundstück zu präsentieren, das Marc Oliver Bischoff den Montsegúrlern dargebracht hat:

Bei „Das Geschlecht der Literatur“ könnt ihr selbst austesten, ob ihr neun Texte jeweils einem Urheber oder einer Urheberin zuordnen könnt. Ob und welche Schlüsse ihr daraus zieht, sei natürlich ganz euch überlassen.

Online-Autor des Jahres

„Tag des Schreibens“ sucht den Online-Autor des Jahres. Erfahren habe ich davon, weil sich laut meiner Statistik in den letzten Tagen einige Besucher meines Blogs über eben diese Seite zu mir geklickt haben.

Neugierig geworden durfte ich überrascht feststellen, dass auch „Im Auge des Autors“ zu den Nominierten zählt. Ich fühle mich sehr geehrt und danke, wem auch immer ich das zu verdanken habe.

Noch läuft die Nominierungsphase, vom 20. bis zum 26. Juni kann dann abgestimmt werden.

Mich für meinen Teil macht es schon glücklich, in den erlauchten Kreis der Nominierten aufgenommen worden zu sein. Und ich finde es schön, dass es diese Initiative gibt. Schon allein deshalb, weil man so auf ein paar interessante Seiten stoßen kann.

Phantastisch Welten erschaffen

Wie bei Feenfeuer zu lesen ist, ist bei Larp.tv die dritte Folge des Phantastischen Quartetts online gegangen. Diesmal geht es darum, wie in der phantastischen Literatur Welten erschaffen werden. Magie, Mythologie und die Frage, ob J. R. R. Tolkien heutzutage noch einen Verlag finden würde, kommen in der 40-minütigen Diskussion zwischen Moderatorin Anett Enzmann und den Autoren Ann-Kathrin Karschnik, Thomas Plischke sowie Thomas Finn ebenso zur Sprache.

Hier geht es zu Folge 3: Weltenbau.

Anschließend lässt es sich bestimmt phantastisch Welten erschaffen.

Rund um Opfer und Täter

Ich schreibe ja für die Newsredaktion des Onlineportals des Spion. Die News machen hier nur einen kleinen Teil des Portals aus, die Redaktion ist winzig und muss ohne Außenreporter auskommen. Der größte Teil der News beruht daher ausschließlich auf Onlinerecherchen.

Dennoch haben gerade lokale und regionale News für mich einen besonderen Reiz. Die hoch frequentierte Plattform wird aufgrund ihrer Herkunft hauptsächlich von Usern aus Mecklenburg-Vorpommern genutzt. Die kommen aus allen sozialen Schichten. Immer wieder erlebt man es, dass sich in den (nicht immer niveauvollen) Newskommentaren Nutzer äußern, die einen direkten Bezug zu denjenigen haben, die Anlass für die Nachricht sind.

So nun auch zu der Nachricht, die (wieder einmal) weit über die Grenzen M-Vs für Aufmerksamkeit sorgte: Tod in Rostock wegen Streit um Bollerwagen.

Am Himmelsfahrtstag wurde ein 45-Jähriger am S-Bahnhof Rostock-Warnemünde totgeschlagen. Hintergrund war der Streit zwischen zwei „Herrentagsgruppen“ um einen Bollerwagen.

Aktuell hat die Nachricht 142 Kommentare. Die meisten, die sich äußern, sind entrüstet und/oder zeigen Mitgefühl mit dem Opfer und seinen Angehörigen, fordern Höchststrafen (natürlich bis hin zur Todesstrafe) für den Täter. Darunter sind einige, die einen Bezug zur Familie des Opfers haben.

Auf Kommentarseite 14 meldet sich dann erstmals ein User namens Ku K zu Wort. Seine Äußerungen lassen eindeutig den Schluss zu, dass er am Tattag selbst anwesend war, es ist sogar sehr wahrscheinlich, dass er zu der Gruppe gehörte, aus der der Täter stammt. Er betont, dass die Tat ein Unfall war.

Ohne seine (oder irgendeine andere) Aussage inhaltlich zu bewerten, finde ich es einfach intererssant, wenn so etwas zustande kommt. Noch interessanter übrigens, dass (bisher) keiner der weiteren Kommentatoren diesen Zusammenhang gesehen hat.

Ähnliches geschah vor einigen Tagen bei dieser News: Fan von St. Pauli ins Krankenhaus geprügelt.

Unter den aktuell 430 (!!!) Kommentaren findet sich einer, der nach meiner Einschätzung vom Opfer selbst stammt. Auch der fand keine weitere Beachtung.

Ein Rad bis morgen

Jetzt wird es aber Zeit! Nur noch bis morgen kann man bei Audible „Drohende Schatten“, die erste Folge des Hörbuchs „Das Rad der Zeit“ von Robert Jordan, gelesen von Helmut Krauss, der Synchronstimme von Marlon Brando und Samuel L. Jackson, gratis herunterladen.

Warum? Weil das Hörbuch sein einjähriges Jubiläum feiert.

Vielen Dank für diese tolle Info an Feenfeuer, wo man noch weitere Informationen zu dieser Aktion und dem Hörbuch findet.

Gefällige Rezension gefällig?

Du hast ein Buch geschrieben und musst selbst dafür werben, weil dein Verlag, so er denn im herkömmlichen Sinne überhaupt einer ist, dich nicht ausreichend (oder überhaupt nicht) in die Schlagzeilen bringt?

Kein Problem! Für unheimlich günstiges Geld kannst du dir eine Rezension kaufen. Nicht bei mir, wo denkst du hin? Da müssen Fachleute ran! Unbestechlich und objektiv. Solche, die sich – anders als ich – durch das bescheidene Sümmchen von 178,- Euro nicht dazu verleiten lassen, ein nicht so gutes Buch möglicherweise doch in den Himmel zu loben, nur um an die Kohle zu kommen.

Dann nämlich brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Du zahlst nur, wenn dein Buch so gut ist, dass die Damen und Herren es zu Recht loben können. Und es wird dich ja sicher nicht überraschen, wenn das der Fall ist.

Stop! Hast du den Sarkasmus erkannt?

  • Nein? Nicht schlimm. Ich bitte dich dann nur, nicht auf den folgenden Link zu klicken. Der ist nicht für dich. Such gefälligst selbst nach Möglichkeiten, dein Geld loszuwerden!
  • Ja? Gut, dann muss ich mir keine Sorgen machen, dass du auf den folgenden Link klickst, um Geld auszugeben, sondern nur, um erstaunt anzuerkennen, dass es so etwas tatsächlich gibt. Und natürlich wirst du auf der entsprechenden Seite auch nicht auf die Angebote der dort beworbenen „Verlage“, Portale und was weiß ich noch hereinfallen, wie seriös der Titel der Seite auch klingen mag. Ganz linker Link!