Wieder mal bloggen?

Ich traue mich noch gar nicht richtig. Es ist schon so ewig her, das letzte Mal, dass ich gebloggt habe. Und wer hat Schuld? Die Arbeit, Social Media, überhaupt viel zu wenig Zeit … Ich!

Nun glaube ich nicht, dass der Welt irgendetwas Essenzielles verloren geht, wenn ich mal eine Weile (ein paar Jahre) nicht blogge. Das Verlustgefühl liegt wohl hauptsächlich bei mir. Denn ich habe ja gern gebloggt, wie überhaupt geschrieben. Natürlich erfordern auch Dinge, die man grundsätzlich gern tut, dass man immer mal wieder den inneren Schweinehund überwindet, und wenn man freiberuflich arbeitet und sehr viel zu tun hat, gilt das vermutlich noch mehr. Es gibt ja weit bequemere Dinge, um sich von Anstrengung zu erholen, als das Schreiben (vor allem, wenn die Erholungsphasen nicht sehr ausgedehnt sind). Und da sich bei meiner Arbeit ohnehin schon so ziemlich alles um Texte dreht, trifft das noch umso mehr zu.

Tatsächlich ist das Bloggen – bei aller Freude daran – für mich eher eine Art Nebenprodukt. Denn was ich vor allem erreichen will, ist, wieder den Motor anzuwerfen für das kreative und fiktive Schreiben. Wieder mehr Routine zu bekommen, zu trainieren, mich zu motivieren. Daher habe ich mir täglich nur ein relativ kleines Zeitfenster dafür eingeräumt und werde sehen, wie lange ich damit dann für einen Blogartikel benötige. Recht lang vermutlich, denn das Zeitfenster bleibt natürlich leider nur dann frei, wenn ich es nicht für die Auftragsarbeit benötige. Und da ich nicht nur „Im Auge des Autors“ wiederbeleben will, wird das Zeitfenster auch noch für andere „Schreibübungen“ herhalten müssen.

Aber mal schauen – ein Neuanfang ist jedenfalls gemacht.