Über-setzen.

Von einer Übersetzerin.

Zoë Beck

Vordergründig mögen sich die Wogen wieder geglättet haben, die Thomas Wörtches Polemikgegen die Krimimimi und ihre Aussage, Übersetzer*innen seien, wie beispielsweise die Partner*innen von Autoren*innen, kaum wahrgenommene Geburtshelfer*innen der Werke und damit für die Leserschaft irrelevant, hervorrief. Natürlich tut Polemik weh, soll sie ja auch. Die unbedachte Äußerung bezüglich des Stellenwerts, den Übersetzer*innen haben, tut uns, die wir übersetzen, allerdings auch weh, und nicht erst seit Krimimimi meint, wir seien in der Wahrnehmung der Lesenden so wichtig wie die Haustiere der Autor*innen, weshalb niemand so etwas wie eine*n Lieblingsübersetzer*in habe. Was natürlich Quatsch ist. Als Harry Rowohlt starb, ließ sich das sehr schön besonders in den sozialen Medien nachlesen. Da ging es nicht nur darum, wie er Texte übersetzt und vorgetragen hat, sondern vor allem auch um die Vermittlung eines Irlandgefühls für viele. Aber nun, das war Harry Rowohlt, und ansonsten müssen die Übersetzer*innen wirklich immer sehr um ihre…

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