Der Minitipp: Ringelreihe

© Andresr
© Andresr

Es ist nur selten sinnvoll, den Staffelstab der Perspektive derart herumzureichen, dass ihn nahezu jede Figur der Geschichte mindestens einmal in der Hand hat.

Ein zeilenweises Haus

Das Haus am Zeilenweise-PlatzAm 1. Oktober erscheint die Anthologie „Das Haus am Zeilenweise-Platz“ in der Edition Doppelpunkt, in der auch eine Geschichte von mir enthalten ist. Alle Autoren steuerten Texte bei, die durch den titelgebenden Handlungsort verbunden sind. Und alle Autoren verzichten zugunsten eines Kinderheims in Istrien auf ihr Honorar.

Mehr Infos und die Möglichkeit, das Buch zu bestellen, findet ihr im Shop der Edition. Auch eine Leseprobe ist online.

Bücher retten

Nächste Woche gibt es von mir voraussichtlich weniger zu lesen, da ich, wie bereits angekündigt, zum Montsegúr-Autorentreffen fahre. Bei Montsegúr stieß ich auch auf den Hinweis für eine, wie ich glaube, recht außergewöhnliche Aktion, die ich euch unbedingt ans Herz legen will:

Rettet die Gaius Cinna Trilogie

Eine Aktion, die Schule machen könnte. Denn ärgern wir uns als Leser nicht alle, wenn Bücher, die wir gern lasen oder, schlimmer noch, gern lesen würden, nicht mehr neu aufgelegt werden?

So ergeht es jetzt der historischen Roman-Trilogie von Iris Kammerer, deren zweiter Band bereits aus dem Programm genommen wurde. Ich selbst hatte mir den Genuss dieser Bücher, die mir vielfach empfohlen wurden, bisher nur vorgenommen, weshalb ich es besonders schade finde, dass sie schon jetzt nicht mehr komplett zu haben sein sollen. Und ich bin überzeugt davon, dass diejenigen, die von Iris’ Romanen behaupten, sie stellten Perlen im Genre der Historischen Romane dar, im Recht sind.

Wenn ihr also Fans der Trilogie seid oder gern welche geworden wäret, auch dann, wenn ihr einfach der Ansicht seid, dass gute Bücher ein langes Leben verdient haben, dann rettet die Gaius Cinna Trilogie!

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag und eine ebenso schöne nächste Woche. Ich melde mich.

Sprachlich kreativ zum 16.10.11

Ein bisschen Werbung für die deutsche Sprache.

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Deutsch schafft Wissen – Kreativwettbewerb

Originaltext, siehe: http://www.goethe.de/lhr/prj/diw/pwb/deindex.htm oder
http://www.wissenschaftssprache-deutsch.de/wettbewerb

Deutsch schafft Wissen – Kreativwettbewerb

Sprache schafft Wissen.
Sprache transportiert Wissen.
Wissenschaft ist immer auch Sprache.

Sprachen als Instrumentarium wissenschaftlicher Erkenntnis schaffen Zugang zu Wissenswelten, zu Publikationen, zu Lehr- und Forschungsangeboten, zum akademischen Austausch mit Hochschulen.
Welche Rolle kommt in dieser Hinsicht Deutsch als Wissenschaftssprache heute noch zu?

Das Ziel
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und das Goethe-Institut laden Sie ein, kreativ zu sein: Zeigen Sie, dass die deutsche Sprache in den Wissenschaften Zukunft hat!

Willkommen sind Ideen, die die Beziehungen zwischen der deutschen Sprache und den Wissenschaften versinn(bild)lichen – in Form einer grafischen Skizze, eines witzigen Werbespruchs oder eines ausgereiften Plakatentwurfs!

Ganz gleich, ob Sie selbst in der Wissenschaft tätig, Muttersprachler oder einfach nur ein Freund oder eine Freundin der deutschen Sprache sind, dieser Wettbewerb wendet sich an ein breites Publikum in aller Welt.

Die Preise
Die überzeugendsten Ideen werden von einer Jury ausgewählt und prämiert. Die besten Entwürfe werden mit Unterstützung eines Grafikers für den weltweiten medialen Einsatz (Internet, Plakatserie für Hochschulen etc.) aufbereitet. Die Gewinner werden dabei stets als Urheber der Ideen genannt.

Den Bestplatzierten winken:
1. Preis: 3.000 EUR sowie eine Reise nach Essen einschließlich Unterbringung im Rahmen der Preisverleihung zum Wettbewerb am 10.11.2011
2. Preis: 1.000 EUR
3. Preis: 1.000 EUR

So nehmen Sie teil:

Füllen Sie das Teilnahmeformular aus und senden Sie uns Ihre Ideen. Oder schreiben Sie uns unter Angabe Ihres Namens sowie Ihrer Post-Adresse, Mail-Adresse, Ihres Alters und des Werktitels an:

Goethe-Institut e. V.
Stichwort: „Deutsch in den Wissenschaften“
Dachauer Straße 122
80637 München

Bitte beachten Sie: Einsendeschluss ist der 16.10.2011.

Die Teilnahme von Minderjährigen ist nur mit Einwilligung der Eltern oder Erziehungsberechtigten möglich.
Einverständniserklärung der Eltern (PDF, 200 KB): http://www.goethe.de/mmo/priv/7602508-STANDARD.pdf

Teilnahmeformular: http://www.goethe.de/lhr/prj/diw/pwb/tei/for/deindex.htm

Die Gewinner des Wettbewerbs werden durch eine Jury ermittelt. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Konferenz „Deutsch in den Wissenschaften“ am 10.11.2011 in Essen statt.

Wir freuen uns auf Ihre Ideen!

Quelle: Uschtrin

Mal ein Gedicht?

Viele Menschen schreiben Gedichte. Ist Dichten dann überhaupt noch eine Kunst? Nun, wie gefällt dir zum Beispiel das folgende Gedicht?

Ich liebe dich.
Ich liebe dich schon so lange.
Du liebst mich.
Das macht mich wirklich nicht bange.

Aber da ist etwas, das mir Angst macht,
ich kann es nur schwer beschreiben,
denn wenn ein anderer mit dir lacht,
fürchte ich, du wirst nicht bei mir bleiben.

Diese Eifersucht ist wirklich dumm,
sie zerstört die Gefühle zwischen dir und mir,
alles nehme ich dir krumm,
was ist, wenn ich dich dadurch verlier?

Na ja, es ist immerhin gereimt. Und es ist in Versen und Strophen geschrieben. Also ist es auch ein Gedicht. Nur ist es irgendwie nicht besonders lyrisch.

Wenn du jetzt keine Ahnung hast, woran das liegen könnte (am Inhalt allein liegt es sicher nicht), es dich aber interessiert, dann lies doch mal den folgenden Artikel dazu:

Ist Dichten eine Kunst?

Wenn du dich mit dem Handwerk des Dichtens schon ein bisschen auskennst, hast du vielleicht Lust, dich gleich an der Übung des Artikels zu versuchen:

Nimm dir das obige Gedicht vor. Du wirst schnell feststellen, dass man es auch als reine Prosa lesen kann. Versuche, es zunächst so umzuschreiben, dass ein regelmäßiges Versmaß entsteht, bei dem die Zeilen mit einer Senkung beginnen. In einem zweiten Versuch beginnst du mit einer Hebung.

Versuche anschließend ein Gedicht zu schreiben (gereimt oder ungereimt), das das Gleiche in nur vier Zeilen ausdrückt, wobei eine Zeile nicht mehr als vier Hebungen haben darf.

Weitere Schreibübungen

Vertrag dich: Titel(n)

© Franck Boston
© Franck Boston

Weiter geht es im Vertragspoker. Vorweg sei gesagt, dass die Artikel von mir nach bestem Wissen und Gewissen verfasst werden. Aber ich bin kein Jurist. Im Streitfall könnt ihr euch also weder auf mich noch auf meine Ausführungen hier berufen.

Im Normvertrag heißt es in §1 Absatz 2:

Der endgültige Titel wird in Abstimmung zwischen Autor und Verlag festgelegt, wobei der Autor dem Stichentscheid des Verlages zu widersprechen berechtigt ist, soweit sein Persönlichkeitsrecht verletzt würde.

Der erste Satz klingt nach eitel Sonnenschein. Der Titel des Werkes, das Vertragsgegenstand ist, wird also zwischen Autor und Verlag abgestimmt. Und weil sich vermutlich die meisten Autoren wünschen, dass der Titel, den sie sich für ihr Buch erdacht haben, am Ende auf dem Cover prangt, ist es doch schön zu lesen, dass der Autor sogar das letzte Wort hat.

Oder doch nicht? Da steht ja noch etwas von Stichentscheid des Verlags. Das bedeutet im Klartext, werden sich Autor und Verlag nicht einig, entscheidet der Verlag. Dem kann der Autor zwar widersprechen, aber nur, wenn sein Persönlichkeitsrecht verletzt wird, was nur selten der Fall sein dürfte.

Das letzte Wort hat also der Verlag. Anders gesagt, der Verlag wählt den Titel für das Werk. Hat der Autor einen Titel vorgeschlagen, der auch dem Verlag zusagt, ist alles super, wenn nicht, wird sich der Autor gewöhnlich mit dem Vorschlag des Verlags anfreunden müssen.

Und, wer es sich ehrlich eingesteht, wird zugeben müssen, dass das auch einleuchtend ist. Der Titel ist ein nicht unwesentlicher Aspekt der Platzierung und des Marketings. Beides ist Verlagssache. Der Verlag dürfte damit in der Regel die kompetentere Entscheidung treffen. Dass der Autor sicher dennoch nicht immer zufrieden ist, steht auf einem anderen Blatt.

Kaum ein Verlagsverantwortlicher wird sich letztlich einem partnerschaftlichen Austausch entziehen. Steht ja sogar im Vertrag.

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LesBar: gestrüpp

frei von plänen gefangen im gestrüpp der
straßen treibe ich endlos und kopflos
watend im nebel der toten gesichter
suchend im meer auf den lippen das wer

rettet mich der ich schleiche und gehalten
werde von ketten mit trauernden gliedern
schlepp ich mich ziellos bereisend die nächte
dunkeln die stadt des betons und der alten

frei von hoffnung im schimmer ich sehe
reckt zum himmel sich letzte laterne
einsam verlässt mich mein fliehender schatten
sehnsucht verfolgt ihn und aufwärts erspähe

ich aphrodite ihr strahlend gesicht
ich winde und strecke mich zu ihrem licht
mit scharfen dornen ihr grausames lachen
freudig erwachendes leben ersticht

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Lust auf mehr Gedichte?

Schon wieder ein Jahr vergangen

Wie die Zeit vergeht. Wieder nähert sich das Jahr einem seiner absoluten Höhepunkte. Ende des Monats geht es zum alljährlichen Autorentreffen von Montsegúr in Oberursel, auf dem ich diesmal sogar einer Verpflichtung nachkommen und einen Workshop halten muss darf.

Voraussichtlich Anfang nächster Woche fahre ich bereits nach Frankfurt, um das Treffen wie üblich mit einem Verwandtenbesuch zu koppeln. Und ist das Treffen erst vorbei, steht schon fast die Buchmesse ins Haus.

Danach ist das Jahr im Wesentlichen gelaufen.

Theater und Studenten zum 01.10.11

Den Auftakt im Oktober machen ein Stücke- und ein Essaywettbewerb. In ersterem geht es um einen Bus, letzterer kann einen cleveren Studenten richtig fit machen!

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Autorenwettbewerb des Leipziger Theaters der Jungen Welt

Originalausschreibung auf: http://www.theaterderjungenweltleipzig.de/news/datum/2010/12/20/tdjw-schreibt-autorenwettbewerb-aus/

TDJW SCHREIBT AUTORENWETTBEWERB AUS

Einen Autorenwettbewerb für Stücke in, auf und um einen Bus schreibt das TdJW gemeinsam mit dem Landestheater Detmold aus. Gesucht sind Stücke für Kinder bis 10 Jahre.

Einsendeschluss: 1. Oktober 2011

Der Theaterbus des Theaters der Jungen Welt

Ein Theaterbus, der auf Schulhöfe, Messen, Stadtteilfeste und beinahe jeden anderen Ort rollt, gehört in Leipzig seit vielen Jahren zu den Aufsehen erregenden Veranstaltungsorten. Doch es gibt sie auch in Hamburg, München und anderen Orten, diese zu einer Bühne umgebauten Linienbusse.
Das Theater der Jungen Welt schreibt nun zum zweiten Mal einen Autorenwettbewerb aus für Stücke, die in, auf oder um einen Bus herum spielen, diesmal gemeinsam mit dem Landestheater Detmold.
Gefragt sind Stücke für Kinder bis 10 Jahre in deutscher Sprache; Teilnahmeschluss für eingesandte Stücke ist der 1. Oktober 2011.

Das Theater der Jungen Welt Leipzig, renommiertes und ältestes deutschsprachiges Theater für Kinder und Jugendliche und seit 2002 unter der Intendanz von Jürgen Zielinski, hat den Autorenwettbewerb mit 4000 Euro dotiert.
Das Theater plant, das preisgekrönte Stück als Uraufführung herauszubringen.
Weiterer Kooperationspartner des Autorenwettbewerbs ist die Mitteldeutsche Regiobahn.

Das Siegerstück des 1. Autorenwettbewerbs, Tilla Lingenbergs Jugendstück „Wagen 1322“, steht seit 2007 auf dem Spielplan des Theaters und erlebte im Herbst seine 70. Aufführung. Weitere Inszenierungen für den Leipziger Theaterbus waren die Kinderstücke „Der Junge im Bus“ (von Suzanne van Lohuizen), „Leonard“ (von Wolf Erlbruch) und „Papa, Tom“ (von Jörg Bohn/Paul Steinmann).

Teilnahmebedingungen:

Nach dem großen Erfolg der ersten Runde von 2006/07, an der sich über sechzig Autoren beteiligten, schreibt das Theater der Jungen Welt zum 2. Mal einen Wettbewerb für Stücke aus, die in, auf oder um einen Bus herum spielen.
Gesucht wird diesmal:

  • ein Kinderstück für Zuschauer bis 10 Jahre
  • Dieses Stück sollte den Bus als besonderen inhaltlichen Ausgangspunkt nutzen und nicht älter als zwei Jahre sein.

Busse sind Theaterorte mit Charisma: Sie sind öffentliche Orte der Begegnung und zugleich ist der Bus ein geschlossener Raum, in dem die Trennung zwischen Schauspieler und Zuschauer weitgehend aufgehoben ist. Das macht aus einem Verkehrsmittel einen reizvollen »Spiel«platz für Theater.

Das Theater der Jungen Welt zählt seit Jahren einen umgebauten Linienbus zu seinen festen Aufführungsorten und hat dort bereits fünf Inszenierungen – sowohl im Schauspielbereich als auch im Puppentheater – herausgebracht.

Das Siegerstück von 2006/07, Tilla Lingenbergs Jugendstück WAGEN 1322 (vertreten durch den Drei Masken Verlag) steht nach bisher über 70 Vorstellungen immer noch auf dem Spielplan des Theaters.

Teilnehmen an diesem Wettbewerb können alle AutorInnen, die bis zum 1. Oktober 2011 ein Stück in deutscher Sprache zu den oben erwähnten Rahmenbedingungen an das Theater der Jungen Welt in Leipzig schicken.
Die Stücke müssen bis zur Entscheidung der Jury (Anfang Dezember 2011) zur Uraufführung frei stehen.
Je AutorIn darf nur ein Stück eingereicht werden.
Der Autorenwettbewerb ist mit 4.000 Euro dotiert. Das Theater plant, das prämierte Stück als Uraufführung herauszubringen.
Die Texte – ergänzt durch einen Lebenslauf der Autorin/des Autors – bitte in dreifacher Ausfertigung per Post an:

Theater der Jungen Welt
Eigenbetrieb der Stadt Leipzig
Stichwort: Bus-Stück 2
Lindenauer Markt 21
04177 Leipzig

Quelle: Uschtrin

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Essay-Wettbewerb „Gesundheit 2050“

Originaltext, siehe: http://www.welt.de/dossiers/dieweltderzukunft/article13454904/Deine-Ideen-fuer-die-Zukunft-der-Gesundheitsforschung.html

Deine Ideen für die Zukunft in der Zukunft der Gesundheitsforschung

In Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsjahr 2011 – Forschung für unsere Gesundheit führt die WELT dieses Jahr erneut einen Essay-Wettbewerb für Studierende durch.

Wie sehen die Gesundheits-Technologien der Zukunft aus? Welche Rolle wird künstliche Intelligenz dabei spielen? Existiert die klassische medizinische Versorgung noch wie wir sie heute kennen? Welche Entwicklungen wird es im Bereich der personalisierten Medizin geben? Wie wirkt sich der demografische Wandel auf das Gesundheitswesen von morgen aus?

Bei diesen Fragen geht es neben der technischen Umsetzung vor allem um gesellschaftliche und ethische Aspekte – insbesondere im Wissenschaftsjahr Gesundheitsforschung. Wie kann ein mögliches Konzept für das Gesundheitssystem Deutschlands aussehen?

Kreative, innovative, interdisziplinäre Ideen zum Thema „Gesundheit 2050“ sind gefragt. Schreibe diese in einem Essay auf. Der Schwerpunkt kann sowohl im natur- und geisteswissenschaftlichen oder auch ingenieurwissenschaftlichen Bereich liegen. Fachübergreifendes Denken ist dabei ausdrücklich erwünscht.

Teilnahmebedingungen
Teilnahmeberechtigt sind Studentinnen und Studenten aller Fachrichtungen – mit dem Höchstalter von 35 Jahren zum Stichtag des Einsendeschlusses.

Preise
1. Preis: Maßgeschneidertes Fitnessprogramm mit Personal Trainer für 1 Jahr
2. Preis: Elektrofahrrad GoCycle
3. Preis: MacBook Air (11” Modell)

Zusätzlich erhalten die ersten 20 Einsendungen ein kostenloses Jahresabonnement der WELT KOMPAKT.

Einsendungen in deutscher Sprache als Word-Dokument mit maximal 10.000 Zeichen an weltderzukunft@welt.de.

Bitte fügen Sie zusätzlich eine Kopie der Immatrikulationsbescheinigung bei und geben Sie eine Telefonnummer an.

Einsendeschluss: 1. Oktober 2011

Quelle: Uschtrin

Vertrag dich: Der Normvertrag

© Franck Boston
© Franck Boston

Weiter geht es im Vertragspoker. Vorweg sei gesagt, dass die Artikel von mir nach bestem Wissen und Gewissen verfasst werden. Aber ich bin kein Jurist. Im Streitfall könnt ihr euch also weder auf mich noch auf meine Ausführungen hier berufen.

Heute geht es um den Normvertrag an sich. Dieser wurde in einem Rahmenvertrag zwischen „dem Verband deutscher Schriftsteller (VS) in der IG Medien und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. – Verleger-Ausschuß“ vereinbart. Er liegt seit dem 1. April 1999 in unveränderter Form vor.

Dieser Normvertrag ist eine Empfehlung, wie ein Werkvertrag zwischen Autor und Verleger aussehen sollte. Empfehlung bedeutet, dass der Normvertrag nicht bindend ist. Dabei ist aber weniger daran gedacht, dass Verleger, sofern sie Mitglieder des Börsenvereins sind, ihre ganz eigenen Verträge aufsetzen sollen. Vielmehr geht es um individuelle Abweichungen vom Normvertrag, die, falls sie zu Lasten des Autors gehen, sachlich begründet sein müssen. Dazu heißt es im Rahmenvertrag zwischen VS und Börsenverein:

Die Vertragschließenden verpflichten sich, darauf hinzuwirken, daß ihre Mitglieder nicht ohne sachlich gerechtfertigten Grund zu Lasten des Autors von diesem Normvertrag abweichen.

Auch kann der Normvertrag im Regelfall nicht für alle Arten von Publikationen gelten, etwa für fachwissenschaftliche Werke oder Schulbücher. Auch Anthologien benötigen besondere Regelungen. Für letztere gibt es entsprechende Musterverträge, die die Besonderheiten für Autoren und Herausgeber berücksichtigen.

Für den Autor bedeutet der Normvertrag also vor allem Orientierung. Er kann den angebotenen Verlagsvertrag mit dem Normvertrag vergleichen und sollte hellhörig werden, wo sich Abweichungen zeigen. Diese sollte er in Ruhe prüfen und sich gegebenenfalls beraten lassen. Sie können natürlich auch zu seinem Vorteil sein.

Die Norm- und Musterverträge lassen sich auf den Internetseiten vom VS herunterladen. Wer sich über darüber hinausgehende Verträge und Honorare (Lektoren, bildende Künstler, Musikunterricht, …) informieren will, ist bei mediafon an der richtigen Adresse. Für die Schweiz hat der AdS einen eigenen, an den Normvertrag angelehnten Mustervertrag entwickelt.

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LesBar: Ohne Hut

Herr S. hätte nie gedacht, dass der Tag so enden würde.

Dabei war er ganz sicher mit dem richtigen Bein aufgestanden. Auch hatte er den alltäglichen Weg genommen, vom Bett ins Bad, vom Bad an den Küchentisch, vom Küchentisch ins Arbeitszimmer, vom Arbeitszimmer zur Garderobe. Dort hatte er den Hut aufgesetzt und einen letzten Blick in den Spiegel geworfen, bevor er zur Wohnungstür aufgebrochen war, sie geöffnet und wieder geschlossen hatte, um kurz darauf in seinen Wagen zu steigen und ins Büro zu fahren.

Auch auf der Arbeit war alles gewesen wie immer. Er hatte Akten durchgesehen, telefoniert, geschrieben, telefoniert, Akten durchgesehen und wieder telefoniert.

Pünktlich um 16.00 Uhr wollte er dann in den Feierabend gehen, als ihn eine Kollegin aufhielt. Frau N. nahm ihm den Hut vom Kopf und sagte ihm, es müsse sich in jedem Leben einmal etwas ändern.

Frau N. nahm ihn an die Hand und führte ihn aus. In den Park, in ein Restaurant, dann in eine Kneipe, schließlich zu sich nach Hause.

Nun lag er neben ihr und dachte, dass morgen alles anders sein würde. Er würde aus ihrem Bett aufstehen, mit welchem Bein auch immer. Dann würde er in ihr Badezimmer gehen, um an ihrem Tisch zu frühstücken.

Zwar wusste er nicht, ob es am darauffolgenden Tag noch immer so sein würde, doch er beschloss, sich auf jeden Fall von seinem Hut zu trennen.

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© BennoP

Nach Wartholz zum 12.09.11

Bei dieser Ausschreibung bewirbt man sich für den Wettbewerb, der dann im Februar in Wartholz stattfindet.

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Literaturwettbewerb Wartholz

4. Literaturwettbewerb von 17. – 19. Februar 2012

Ausschreibung:

1. Rahmenbedingungen
Aus den eingesendeten Texten suchen die Vorjury und die Hauptjury 12 Texte aus, die beim Wettbewerb von vier namhaften Fachleuten bewertet werden. Vergeben werden der Literaturpreis Wartholz (10.000 Euro), der Publikumspreis (2.000 Euro) sowie eine Veröffentlichung im Braumüller Verlag.

Das öffentliche Wettbewerbslesen der AutorInnen findet von 17.-19. Februar 2012 in der Schlossgärtnerei Wartholz in Reichenau a.d. Rax statt. Die Kosten für Quartier, Verpflegung (Taggeld) sowie die Reisekosten (im Wert eines Zugtickets 2. Klasse) der teilnehmenden AutorInnen übernimmt der Veranstalter.
Der Veranstalter hat das Recht, alle 12 Texte in Buchform zum Wettbewerb zu veröffentlichen. Alle anderen eingereichten Texte werden nicht veröffentlicht und nach 5 Jahren vernichtet. Aus organisatorischen Gründen ist es nicht möglich, sie an die BewerberInnen zu retournieren.

Einsendeschluss ist Montag, der 12. September 2011 (Poststempel).
Die 12 TeilnehmerInnen werden zwischen 15.-22. Dez. 2011 informiert. Kann eine Autorin/ein Autor in diesem Zeitraum nicht erreicht werden, wird eine andere/ein anderer nachgereiht.

2. Textkriterien und Beilagen
Das Genre betreffend gibt es keine Vorgabe. Der Umfang des Manuskripts soll auf maximal 20 Vorlese-Minuten (ca. neun Manuskriptseiten, max. 18.000 Zeichen mit Leerzeichen) begrenzt sein. Im Falle von Lyrik sollen 12 Gedichte eingereicht werden. Das Manuskript soll in 6facher Kopie (nicht handschriftlich) im A4-Format eingesendet werden. Um die Anonymität des Bewertungsverfahrens zu garantieren, darf auf dem Manuskript kein Verfassername angegeben werden. Beizulegen ist ein verschlossenes Kuvert, in dem der Titel des Textes, Name, Anschrift und Telefonnummer der Autorin/des Autors, eine Kopie eines amtlichen Lichtbildausweises (Führerschein, Pass, etc.) und ein Lebenslauf enthalten sein müssen.

3. Teilnahmebedingungen
Der Wettbewerb ist offen für Autorinnen und Autoren, die in deutscher Sprache schreiben und bereits literarische Texte veröffentlicht haben, d.h. in den letzten fünf Jahren mindestens einen Text in einer namhaften Literaturzeitschrift, im Feuilleton bzw. in Buchform. Eigenverlag und Internetveröffentlichungen zählen nicht. Bitte dazu Kopien bzw. nachvollziehbare Unterlagen beilegen.

Jede Einsenderin/jeder Einsender darf nur einen unveröffentlichten Text für den Wettbewerb einreichen. Textänderungen können weder nachgereicht noch beim Wettbewerbslesen von der Jury berücksichtigt werden. Bei mehreren Zusendungen wird die gesamte Bewerbung nicht gewertet. Falls für einen eingereichten Text bereits ein Termin zur Veröffentlichung vorliegt, darf dieser nicht vor März 2012 sein. Wenn ein eingereichter Text bereits veröffentlicht wurde, muss der Autor/die Autorin im Falle eines Gewinns das Preisgeld zurückzahlen.

Die Ausschreibung des Wettbewerbs (Wettbewerbsbedingungen) sind als Vereinbarung unterschrieben der Einreichung beizulegen.

4. Sonstiges
Mündliche Absprachen zum Literaturwettbewerb Wartholz bestehen nicht.
Änderungen der Vereinbarung bedürfen zu ihrer Rechtswirksamkeit der Schriftform und müssen vom Veranstalter (Christian Blazek) unterschrieben werden.
Der Veranstalter behält sich das Recht auf Änderungen vor.

5. Kontakt
Der Wettbewerbstext und die erforderlichen Unterlagen sind an folgende Adresse zu senden:

Literaturwettbewerb
Schlossgärtnerei Wartholz
Hauptstraße 113
2651 Reichenau a.d. Rax
Österreich

Die Ausschreibung finden sie unter www.schlosswartholz.at

Bei Fragen: literatursalon@gmail.com

Quelle: Uschtrin

Ein Date für deine(n) Prota?

© auremar
© auremar

Du brauchst mal ein bisschen Abwechslung von dem Manuskript, an dem du gerade arbeitest? Du willst gegen eine Schreibblockade ankämpfen? Du kennst deinen Protagonisten/deine Protagonistin noch nicht gut genug?

Da kann ich doch nichts dafür! Ich will dir lediglich ein bisschen Spaß verschaffen.

Also nimm den Protagonisten/die Protagonistin aus deinem aktuellen (oder dem nächsten) Projekt, setze ihn/sie in die folgende Szene und beobachte genau, wie er/sie sich verhält. Sollte er/sie das nicht wissen, wirst du dir allerdings selbst den Kopf zerbrechen müssen.

Und keine Sorge, auch Könige, Piraten, Waldläufer, Zwerge und gestiefelte Kater dürfen gern einmal aus ihrer Welt heraustreten, um sich in einer solchen Szenerie wiederzufinden, vorausgesetzt sie vergessen dabei ihre Charaktereigenschaften nicht. Dann kann man mit ihnen wahrscheinlich sogar besonders viel Spaß haben.

Flirt in der Bahn

Schreibe deine(n) Prota also in eine Straßenbahn oder einen Zug. Wenn Prota bereits in einer Beziehung lebt und nicht der Typ für ein Abenteuer dieser Art ist (bist du dir da auch ganz sicher?), versetzte die Szene in eine Vergangenheit, in der Prota noch solo war. Vielleicht trifft er/sie ja in dieser Szene zum ersten Mal sene(n) Gegenwärtige(n). Muss aber nicht sein.

Prota sieht in der Bahn jemanden (zusteigen), der/die ihm/ihr den Atem raubt. Prota ist hin und weg! Sein/ihr Herz tanzt Samba mit den Schmetterlingen im Bauch. Doch er hat nur diese eine Chance! Vielleicht gehört es ja zu Protas leichtesten Übungen, Fremde kennenzulernen. Aber bleibt das so, wenn Prota überzeugt ist, gerade den/die zukünftige(n) Herrn/Frau Prota ins Auge gefasst zu haben? Reicht dieses Gefühl, mögliche Hemmungen zu überwinden? Was unternimmt Prota konkret? Wie versucht er/sie zu punkten? Wie stehen Protas Chancen? Wie wird es ausgehen? Und was geht danach in Prota vor?

Anschließend hat Prota erst einmal Ruhe, es sei denn, dir fallen noch weitere Szenen für ihn ein. Nächste Woche geht es hier mit einer anderen Übung weiter. Falls dir die Zeit bis dahin zu lang werden sollte, steht es dir frei, weitere deiner Figuren  ins Flirtabenteuer in der Straßenbahn zu schicken.

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Weitere Prüfungen für deine(n) Prota