PB-Plotten 1: Recherche 0

Warum habe ich den ersten Punkt auf meiner Liste zum Plotten „Recherche 0“ genannt? Weil es sich im engeren Sinne gar nicht oder zumindest nicht nur um Recherche handelt.

Zu diesem Zeitpunkt hat man ein paar Ideen zu seinem Projekt, eine wirklich zielgerichtete Recherche ist oft noch gar nicht möglich.

Stattdessen geht es eher darum, sich erst einmal alle bereits vorhandenen Ideen zu notieren und zu sortieren das Umfeld für die Arbeit am Projekt zu schaffen (z.B. Dateien anzulegen, das Projekt in der Autorensoftware einzurichten oder sich Zettelkästen anzulegen), eventuell einen Zeitplan zu erstellen (vor allem, wenn man eine Deadline hat) usw.

Von nun an gilt für die gesamte Planungsphase, dass man bereits konkretere Ideen nicht zurückhalten sollte. Alles, was man zu Figuren, Szenen, der Handlung oder sonstigem bereits im Kopf hat, wird, falls nicht schon geschehen, notiert und natürlich so abgespeichert, dass man es schnell wiederfindet.

Wo Recherche schon Sinn macht, kann man sie ebenfalls gleich erledigen. Möglicherweise weiß man schon sicher, welche Handlungsorte man bereisen wird, welchen Beruf der Protagonist ausübt oder welche historischen Ereignisse von Bedeutung sind. Vielleicht muss man sich Kartenmaterial besorgen oder selbst erstellen.

Aber man sollte eines beachten: Zwar gilt auf der einen Seite, dass man besser viel zu viel als auch nur ein bisschen zu wenig über das weiß, was im Roman irgendwie eine Rolle spielt, aber wer noch gar nicht genau weiß, wo es hingeht, der recherchiert ins Blaue hinein. Da kann es schnell passieren, dass man sich eher von dem weg bewegt, was man später braucht, als darauf zu.

Wichtig auch: Wo Experten gefragt sind, sollte man sie nicht zu früh zu Rate ziehen! Je weniger man, wenn es soweit ist, über dessen Fachgebiet weiß, je weniger man außerdem darüber weiß, in welcher Form man dieses Wissen für den Roman braucht, desto weniger gezielt kann man Fragen stellen. Man wird sich ärgern, wenn man während des Gesprächs (oder auch erst später) feststellt, dass man mit seinen Fragen bestenfalls an der Oberfläche kratzt, weil man noch zu wenig Einblick hat.

Gerade für diesen ersten Schritt gilt also eher, sich einen Überblick zu verschaffen und sich dem Thema bestenfalls anzunähern.

Zum Abschluss dieses ersten Schritts sollte man all seine bisherigen Ideen und Notizen übersichtlich und griffbereit vorliegen haben.

(PB-Plotten: Die Liste)

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