Der Film war zuerst

Lisa-Marie Dickreiter: Vom Atmen unter WasserAm 12. April letzten Jahres wies ich auf diesem Blog auf einen großartigen Film hin, der wenige Tage später im Programm von arte laufen sollte und in dem unter anderem Andrea Sawatzki eine der Hauptrollen spielte. Die Schauspielerin ist voll des Lobes für die Autorin:

Lisa-Marie Dickreiter berührt das Tabuthema Trauer mit präziser Beobachtungsgabe und außergewöhnlichem Feingefühl.

Denn nun, nahezu vierzehn Monate nachdem der Film „Vom Atmen unter Wasser“ ins Fernsehen kam, erscheint heute das gleichnamige Romandebüt der Autorin. Und die darf sich gleich über eine sehr lobende Besprechung in der FAZ freuen:

Wer aus zweiter Hand erfahren will, was Trauer ist, der lese diesen in jeder Hinsicht meisterhaften Roman.

Und darum geht es in dem Buch:

Die Bergmanns waren eine ganz normale Familie. Bis Sarah, die sechzehnjährige Tochter, eines Abends auf dem Nachhauseweg ermordet wird.

Jetzt, ein Jahr später, ist der Gerichtsprozess vorbei, der Täter verurteilt. Doch was geschieht mit denen, die zurückbleiben, die mit ihrem Leben nicht einfach weitermachen können?

„Vom Atmen unter Wasser“ erzählt vom Versuch einer Familie, mit ihrer Trauer umzugehen. Als die Mutter am ersten Jahrestag von Sarahs Ermordung einen Suizidversuch unternimmt, bittet der Vater den Sohn um Hilfe.

Ausgerechnet Simon, der Zeit seines Lebens im Schatten der jüngeren Schwester stand, soll nun die Balance der Familie wiederherstellen. Und tatsächlich: Es gelingt ihm, seine Mutter in ihrem Kokon aus Trauer und Wut zu erreichen – doch dabei gerät er an seine Grenzen und droht sich selbst zu verlieren.

Ein Roman also, der bereits vor seiner Veröffentlichung ins Fernsehen kam. Ein Roman, der in die großen Fußstapfen der mehrfach ausgezeichneten Verfilmung treten muss. Und ein Roman, der sich damit nicht sonderlich schwer tut, denn bereits jetzt ist er für den Klaus-Michael-Kühne Preis des Harbour Front Literaturfestivals Hamburg nominiert.

Lisa-Marie Dickreiter
Vom Atmen unter Wasser
Bloomsbury Berlin, 2010
Gebundene Ausgabe, 280 Seiten
ISBN-13: 9783827009456

Verlagsseite
Amazon
Leseprobe
Rezension in der FAZ
Weitere Pressestimmen

Die Autorin:

LisaLisa-Marie Dickreiter wurde 1978 in Furth im Wald (Bayern) geboren. Nach dem Abitur absolvierte sie diverse Praktika in Verlagen und Filmproduktionen. Anschließend studierte sie Drehbuch an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg und besuchte parallel ein Jahr lang die Leondinger Akademie für Literatur in Linz (Österreich). 2006 schloss sie das Drehbuchstudium mit Diplom ab.

Lisa-Marie Dickreiter lebt und arbeitet als freie Autorin (Drehbuch, Prosa) und Dramaturgiedozentin in Berlin und im Schwarzwald.

Neben Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien arbeitete sie für Rundfunk (ORF), Kino und Fernsehen. So schrieb sie das Drehbuch für den Kurzspielfilm „Vida! – Bruchstücke einer Erinnerung“ (ZDF/arte, 2002) und war Regieassistentin beim Dokumentarfilm „Rey Negro – Der schwarze König“, der 2004 ins Kino kam. Weitere Spielfilme sind in Vorbereitung.

Homepage von Lisa
Blog von Lisa

Advertisements
Comments
5 Responses to “Der Film war zuerst”
  1. Ruthie sagt:

    Das klingt sehr interessant – ich hab es mal auf meine Wunschliste getan…

  2. Chris sagt:

    Den Film fand ich jedenfalls furchtbar, die Figur der Mutter völlig überzeichnet

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: