Herzlichen Glückwunsch!

Am Samstag feierte Verleger Helge Malchow (Kiepenheuer & Witsch) seinen sechzigsten Geburtstag. Aus diesem Anlass führte Welt Online ein Interview mit dem ehemaligen Lehrer, in dem er unter anderem über seinen Beruf, die Beziehung zu seinen Autoren und die Frage: „Wie schreibt man einen Bestseller?“ , spricht.

Vielen Dank an Hans-Peter Roentgen, der im Montsegur-Forum auf dieses Interview hingewiesen hat.

Ein Auftrag für Fantasy-Helden …

… oder solche, die es werden wollen!

Durch Feenfeuer bin ich darauf aufmerksam geworden, bei Soleils Verlorenen Werken konnte ich mich näher informieren. Am 1. Juli startet dort die Fantasy-Challenge. Eine einjährige Lesereise durch die verschiedenen Spielarten der Fantasy, an der sich jeder beteiligen kann.

Tolle Idee!

Gut und teuer

Cover Handbuch für Autorinnen und AutorenSie ist da, die siebte Auflage des Handbuchs für Autorinnen und Autoren aus dem Uschtrin Verlag.

Gewohnt informativ und umfassend ist dieses Standardwerk, in der Jubiläumsausgabe „25 Jahre Handbuch“ , wohl jedem ans Herz zu legen, der sich mit den Themen rund um das Schreiben und Veröffentlichen auseinandersetzen will.

Enthalten sind unter anderem fünfzehn Beispielexposés mit Kommentaren der betreffenden Agenturen, LektorInnen und AutorInnen, viele exklusive Beiträge von Brancheninsidern, Musterverträge, Verlagsadressen und vieles mehr. Mehr Informationen gibt es hier. Spätestens ein Blick ins Inhaltsverzeichnis dürfte das Begehren wecken.

Ob man diesem Begehren nachkommt, wird stark davon abhängen, ob einem das Handbuch 49,90 Euro wert ist. Für das Geld wird eindeutig viel geboten in einem Werk, das den Autor lange Zeit begleiten kann. Allerdings kostet das vergleichbare Jahrbuch für Autoren und Autorinnen vom Autorenhaus-Verlag ganze 20,- Euro weniger. Auch hier kann man sich vorab das Inhaltsverzeichnis ansehen.

Ohne Buch nach Frankfurt

Du bist Autor und hast schon immer davon geträumt, auf der Buchmesse zu lesen? Was dir dazu noch fehlt, ist einzig ein veröffentlichtes Buch? Dann ist der Wettbewerb, den „junge verlags menschen“ ausgeschrieben haben, genau das Richtige für dich. Vorausgesetzt, du bist nicht älter als 35.

Wie es genau funktioniert, kann man hier nachlesen. Der Gewinner des Wettbewerbs darf mit seinen Texten in Frankfurt auf die Bühne. Genauer: er liest „im Rahmen von Open Books, einer Lesungsplattform im Frankfurter Kunstverein während der Frankfurter Buchmesse …“

Ob das den Erwählten hinsichtlich seiner Autorenkarriere großartig nach vorne bringt, wage ich zu bezweifeln. Aber das muss ja nicht bedeuten, dass es nicht ein schönes Erlebnis für ihn werden kann.

Wer sich beeilt (und nicht am Wettbewerb selbst teilnehmen will), kann sich noch bis heute (tja, habe es heute erst gefunden) anmelden, um als Jurymitglied über den zukünftigen Vorleser mitzuentscheiden.

Gib zurück, das ist meine!

Zuerst ist die Idee. Eine eigene natürlich! Und die will gut behütet sein. Das wissen junge Schriftsteller schon, bevor sie den ersten Buchstaben ihres späteren Bestsellers zu Papier gebracht haben. Denn der Ideenklau ist allgegenwärtig! Also muss man zunächst einmal in einem Forum fragen, wie man seine ureigene Idee am besten schützen soll. Die Antwort kann nur lauten: Indem man einen guten Roman daraus entwickelt.

Dafür gibt es schon rein praktische Gründe, denn die Idee lässt sich sowieso nicht schützen. Da kann der junge Autor tun und lassen, was er will, kann Beweise vorlegen noch und nöcher, kein deutscher Richter wird ihm zusprechen, dass diese Idee nur im gehöre. Selbst wenn er sie bei Tausenden von Notaren als seine eigene hätte beglaubigen lassen.

Auch könnte er die Idee unwissentlich selbst gestohlen haben, wie so viele vor ihm und praktisch alle nach ihm. Denn frische und nigelnagelneue Grundideen für Geschichten sind so rar wie Blauwale in der Ostsee.

Aber vergessen wir das mal und stellen uns Autor I.D. Schutz vor, der fürchten muss, die super Idee, die ihn überraschend beim letzten Kinobesuch angefallen hat und die das Versprechen des Erfolgs gleich mit sich trug, könne ihm ein anderer stehlen. Einer, der daraus schneller ein Buch macht als I.D. selbst. Ein Buch, auf dem eigentlich der Name Schutz stehen müsste und an dem dann jener andere verdient.

Pech gehabt, würde ich sagen. Da lässt man mal im Eifer des Gefechts drei Worte zuviel über die eigene Buchidee fallen und schon stürzt sich die Konkurrenz drauf und schreibt genau dieses Buch. Dieses eine, das man aus dieser einen Idee machen konnte.

Allerdings könnte man auch ein bisschen ins Grübeln kommen, denn warum dauert es denn immer so lange von der Idee zum fertigen Buch? Vielleicht gehört zum Buch weit mehr als nur eine gute Idee? Und möglicherweise muss von dem Autor viel mehr in ein Buch hineinfließen als nur diese Idee, damit es wirklich zu seinem Buch wird.

Ich selbst könnte mit Sicherheit aus einer einzigen meiner Ideen mehrere sehr verschiedene Manuskripte entwickeln (von denen höchstwahrscheinlich nicht alle gleich gut wären). Würde ich die Idee einem Kollegen in die Hand drücken, würde der vermutlich dankend ablehnen, weil er selbst am Ende seines Lebens noch so viele eigene Ideen übrig hätte, dass er sie wie ein Bündel Luftballons verschenken könnte. Doch selbst wenn er meine Idee wollte, würde er daraus sein Manuskript machen, nicht meines. Das könnte er gar nicht. Ebensowenig, wie ich sein Buch schreiben könnte.

Und hätte er meine Idee sogar nötig, würde ich bezweifeln, dass er überhaupt in der Lage wäre, ein gutes Buch daraus zu entwickeln.

Also immer mit der Ruhe. Gute Ideen scheinen nur zu Beginn so überaus wertvoll. Den wahren Wert erhalten sie aber erst, wenn man aus ihnen etwas (ganz Eigenes) entwickelt. Und dazu sollte man weniger schützen und mehr schreiben.

Steampunk-Podcast

Wie schon vor einiger Zeit angekündigt, wurde gestern ein Interview mit dem Herausgeber unserer Steampunk-Anthologie, Stefan Cernohuby, auf Bayern 2 im Rahmen einer Sendung zum Thema Science Fiction ausgestrahlt.

Den Podcast zur Sendung findet man hier. Die gesamte Sendung ist durchaus interessant. Wer dennoch vorspulen möchte: Der Steampunk-Teil beginnt etwa ab Minute 29:30. Anschließend gibt es einen Ausschnitt aus Marco Ansings Geschichte „Der Automaten-Imbiss“.

Veröffentlichen „leicht“ gemacht

Tja, leicht gemacht habe ich es mir nicht. Auf die Bitte des Betreibers habe ich diesen Monat für „Hilfe für Autoren“ zwei Artikel rund ums Veröffentlichen geschrieben. Es ist schon erstaunlich, was man da alles zusammentragen kann. Dabei führen gerade beim Veröffentlichen in Wirklichkeit ja gar nicht allzu viele Wege nach Rom.

Trotzdem sind vermutlich längst nicht alle Fragen beantwortet. Bedanken möchte ich mich noch einmal bei Martina Campbell vom Sieben Verlag, die mir spontan am Telefon ein paar Details hinsichtlich der Druckkosten verraten hat, mit ein bisschen nettem Plaudern drumherum.

Hier kommt ihr dierekt zu den beiden Artikeln:

Wie komme ich zu einer Veröffentlichung?

Der Weg ins Verlagslektorat

Essen im Kalender bis 01.07.10

Originalausschreibung: http://www.bioverlag.de/naturkostkalender.html

„Kalendergeschichten“ zum Thema Essen, Konsum und/oder Natur gesucht

Die bio verlag gmbh in Aschaffenburg, u. a. Herausgeberin des Naturkostmagazins „Schrot&Korn“, sucht für ihren jährlich erscheinenden Taschenkalender wieder Kurzgeschichten, die sich mit den Themen Essen, Konsum, Natur und/oder Umwelt befassen.

Einsendeschluss ist der 1. Juli 2010.

Wir wünschen uns vor allem amüsante bis nachdenkliche „Kalendergeschichten“ nach klassischer Tradition (von Hebbel bis Brecht), aber auch Satiren, Glossen, moderne Märchen, Science Fiction, Cosy-Krimis und Storys mit phantastischen Elementen sind willkommen.

Eine verlagsinterne Jury wird aus allen Einsendungen zwölf Texte auswählen, die Ende 2010 im „Naturkostkalender 2011“ zusammen mit Kalendarium, Rezepten, Aphorismen und einem Daumenkino veröffentlicht werden.

Die Autorinnen und Autoren der „Siegergeschichten“ erhalten ein Paket mit Bio-Lebensmitteln im Wert von rund 50,- Euro sowie 5 Gratisexemplare des Kalenders.

Formale Vorgaben:

  • Jede(r)Teilnehmer(in) kann maximal drei Geschichten einreichen.
  • Die Geschichten sollen 5500 bis 6000 Zeichen inkl. Leerzeichen umfassen. (Bitte nicht mehr, aber auch nicht viel weniger, denn das Layout der Publikation lässt wenig Spielraum).
  • Begriffe wie „Natur“, „naturnah“ oder „natürlich“ sollten zumindest einmal im Text vorkommen (unberücksichtigt bleiben dabei die Bedeutungsvarianten von „Naturell“ oder „selbstverständlich“).
  • Die Texte sollen ausschließlich per E-Mail als unformatierte (!) Word-Dateien in üblicher literarischer Manuskriptform (pro Seite 30 Zeilen à 60 Anschläge mit 1,5-fachem Zeilenabstand) eingereicht werden.
  • Auf einer gesonderten Seite bitten wir um eine Kurzbiographie des Autors /der Autorin (höchstens 10 Zeilen, keine Fotos!) nebst E-Mail-Adresse, Anschrift und Telefonnummer.

Einsendungen (und Rückfragen) bitte ausschließlich an: kalender@bioverlag.de

Rechtliche Konditionen:
Mit der Teilnahme erklärt jede(r) Autor(in), dass die Geschichte von ihr/ihm selbst verfasst ist und dass sie/er über das alleinige Urheber- und Vervielfältigungsrecht verfügt. Geschichten, die so oder ähnlich bereits im Buchhandel erschienen sind, dürfen nicht eingereicht werden! Veröffentlichungen im Internet, in Literaturzeitschriften oder im Selbstverlag sind kein Hindernis für die Teilnahme, sofern keine Rechte Dritter einer Neuveröffentlichung entgegen stehen.

Die bio verlag gmbh erwirbt das Recht zur einmaligen Veröffentlichung im „Naturkostkalender 2011“. Alle Rechte darüber hinaus verbleiben beim Autor/ bei der Autorin.

Die Entscheidung der Jury der bio verlag gmbh ist unanfechtbar, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ansprüche, die über die oben beschriebenen Sachpreise für die zwölf ausgewählten Geschichten hinaus gehen, bestehen nicht. Die Gewinner werden spätestens Ende September benachrichtigt.

E-Mail-Hilfe

Die Schriftstellerkollegin Anni Bürkl bietet seit Neuestem ihren beliebten Schreibkurs „Romanwerkstatt“ auch als Online-Kurs an.

Mehr Infos dazu gibt es auf ihrem Blog und ihrer Website.