Lebensechte Dialoge

Autoren mit etwas Erfahrung wissen, Dialoge, wie sie das Leben schreibt, haben in einem Manuskript nichts verloren. Wer es nicht glaubt, möge einmal Gespräche aus dem täglichen Leben bewusst belauschen, sie unbemerkt aufnehmen und 1 : 1 niederschreiben. Dem, der mir dann noch in ehrlichster Überzeugung sagen kann, man könne das Ergebnis einem Leser zumuten, dem gebe ich fortan in allem recht.

Edit:
Aus den ersten Reaktionen sehe ich, ich muss präzisieren: Es geht nicht darum, dass Dialoge aus dem echten Leben natürlich durchaus eine besondere Qualität, und sei es eine skurrile, aufweisen können, sondern darum, dass man sie nicht wörtlich „abschreiben“ bzw. lebensecht nachempfinden sollte.

Soll heißen, ein schriftlich niedergelegter Dialog wird nur dann lesbar, wenn er die sprachlichen (grammatischen) Stolperer, die unzähligen Füll-, Verlegenheits- und Pausenlaute (äh, hm, …) und all die Eigenheiten der gesprochenen Kommunikation weitgehend ausklammert, sie wenn gewünscht bestenfalls andeutet.

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2 Antworten auf “Lebensechte Dialoge”

  1. Wenn man sich auf solche Dialoge beschränkt, magst du Recht haben, aber im passenden Rahmen kann man sicher den einen oder anderen Dialog wiedergeben und sich des Erfolgs beim Leser sicher sein.
    Gut, dass wir immer und überall Stift und Notizblock dabei haben, so entgeht uns wenigstens nichts 😉

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