Noch mehr Tee?

Anni Bürkl: AusgetanztEin gleichermaßen außer- wie ungewöhnlicher Teegenuss wurde mir bereits beschert, wie hier nachzulesen ist. Im Roman „Schwarztee“ von Anni Bürkl versorgte uns Hauptfigur Berenike Roither nicht nur mit den verschiedensten Teesorten, sondern auch mit einem spannenden Kriminalfall in ländlicher Umgebung und eigenwilliger Erzählweise.

Nun steht Berenikes zweiter Fall in den Startlöchern und die Autorin veranstaltet zu Ehren der Teelady ein Gewinnspiel, bei dem es den im Juli erscheinenden Roman „Ausgetanzt“ gleich fünf mal zu gewinnen gibt.

Alle Infos und die mittels Leseprobe leicht zu beantwortende Gewinnfrage findet ihr auf Annis Blog.

Ein Kinderbuch über den Tod?

Der Hinstorff Verlag hat sicher nicht so viele Auszeichnungen und Preise gerade im Kinderbuchbereich bekommen, weil er ganz gewöhnliche Bücher für die Kleinen publiziert.

Dennoch musste ich bei der folgenden Pressemitteilung zunächt ein bisschen schlucken. Wie macht man ein gutes Kinderbuch über den Tod? Ist das überhaupt ein Thema für ein Kinderbuch? Und kann man es möglicheweise auch noch skurril angehen?

Aber mich persönlich hat die Pressemitteilung überzeugt. Ja, vielleicht ist es gerade dieses Buch, das bisher auf dem Kinderbuchmarkt gefehlt hat.

Daher für euch die ungekürzte Pressemitteilung:

Hinstorff mit einem etwas anderen Kinderbuch:

Der Mann, der lieber tot sein wollte

Von einem Mann, der ohne seine Frau lieber tot sein wollte

Ein Mann legt sich in seine Wohnung und hält die Luft an, weil er keine Lust zum Leben mehr hat — das ist ein wenig eigenartig. Ein Mann, der sogar ausprobiert, in welchem Sarg es sich am besten liegt und am Ende in einer Wäschetruhe auf seinen Tod wartet — das ist sehr ungewöhnlich. Skurril und liebevoll zugleich, voller Wärme und Humor erzählt Thomas Rosenlöcher in seinem bei Hinstorff erschienenen Kinderbuch „Der Mann, der lieber tot sein wollte“, wie bei aller Trauer fast zwangsläufig immer wieder die Fragen des Lebens bestimmend werden.

Schimpfkäse heißt er, der außergewöhnliche Mann. Er trauert, weil ihn seine Frau verlassen hat und zu einem anderen Mann gegangen ist. So ohne seine Frau und ihre Nudelsuppe will er nicht mehr leben und legt sich auf den Wohnzimmerteppich, um zu sterben. Doch Herr Schimpfkäse findet keine Ruhe, die „letzte Ruhe“ schon gar nicht: Erst rettet er eine halbtote Fliege, dann wird er von den Kindern im Hof zum Fußballspielen eingeladen. Schließlich geht er zum Bestattungsinstitut, denn „erst im Sarg hatte der Mensch seine Ruhe“, denkt sich Herr Schimpfkäse. Doch weit gefehlt, die Geschichte nimmt eine überraschende Wendung …

Jacky Gleich illustriert erfrischend, nimmt Rosenlöchers Humor auf, schafft aber zugleich auch eine weitere Ebene: Überall finden sich Fußbälle. Deuten diese an, warum Herr Schimpfkäse von seiner Frau verlassen wurde? War ihm vielleicht Fußball wichtiger als die Frau? Oder hat die Frau nicht erkannt, dass sie mindestens genauso wichtig war für ihren Mann?

Ein warmherziges Buch für warmherzige Menschen ab fünf Jahren, die wissen, wie schön das Leben sein kann. Und auch ein Buch für diejenigen, die gerade mal traurig sind und nicht so recht wissen, was sie wissen sollten …

Bibliografische Angaben:
Thomas Rosenlöcher (Text) / Jacky Gleich (Illustrationen)
Der Mann, der lieber tot sein wollte
Hinstorff Verlag, 12,90 Euro / sFr 23,00
24 Seiten, Hardcover, ab 5 Jahren
ISBN 978-3-356-01389-4

Autor:
Thomas Rosenlöcher, geboren 1947 in Dresden, lebt heute vor allem im Erzgebirge. Er schreibt Gedichte, Essays, Reisebeschreibungen und Texte für Kinder. Im Hinstorff Verlag erschienen von ihm die bereits mehrfach ausgezeichneten Bilderbücher „Das langgestreckte Wunder“ und „Der Mann, der noch an den Klapperstorch glaubte“.

Illustratorin:
Jacky Gleich, geboren 1964 in Darmstadt, lebt mit ihrer Familie in Mecklenburg. Zu ihren mittlerweile über 60 Büchern, die sie mit ihren Zeichnungen ausstattete, zählen Bände von James Krüss, Günter Grass, Friedrich Schiller, Doris Dörrie, Amelie Fried und David Grossmann. „Der Mann, der lieber tot sein wollte“ ist das achte von Jacky Gleich illustrierte Kinderbuch im Hinstorff Verlag. Alle ihre bisher hier veröffentlichten Titel erhielten Auszeichnungen.

Gold im Hühnerhaus bis 16.07.10

Der Goldene Pick:

Originalausschreibung: http://www.chickenhouse.de/verlag/manuskripte/der-goldene-pick/ oder www.faz.net/pick

Die F.A.Z. und Chicken House Deutschland suchen mit einem Schreibwettbewerb Debütautoren für Kinder- und Jugendbücher.

Einsendeschluss ist der 16. Juli 2010.

Wer liest, möchte die Welt um sich herum vergessen. Gerade Kinder- und Jugendbücher müssen dieses Wunder vollbringen. Darum sind Autoren, die spannend schreiben, indem sie ausgetretene Pfade verlassen und literarisches Neuland erobern, der Feuilleton-Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dem neuen Kinder- und Jugendbuchverlag Chicken House Deutschland eine Auszeichnung wert.

Gesucht werden Manuskripte für Kinder und Jugendliche von Autoren und Autorinnen, die damit ihren ersten Schritt in die Öffentlichkeit wagen. Eine fünfköpfige Jury, der neben Cornelia Krüger (Hugendubel), Jürgen Hees (Buchhandlung Herwig), Dr. Tilman Spreckelsen (F.A.Z.) und Anja Kemmerzell (Chicken House Deutschland) nicht zuletzt die Bestsellerautorin Isabel Abedi angehört, wird über den Gewinnertext entscheiden. Eine Veröffentlichung bei Chicken House Deutschland ist der Preis.

Der einreichende Autor darf zuvor kein Fiction-Buch veröffentlicht haben und muss über 18 Jahre alt sein. Weitere Informationen und die kompletten Teilnahmebedingungen finden Sie unter: www.faz.net/pick.

Weitere Informationen zum Verlag unter: www.chickenhouse.de.

Am 30. Oktober wird die Shortlist mit fünf Nominierungen bekannt gegeben. Am 11. Dezember 2010 verkündet die Jury dann den Gewinner des „Goldenen Picks“.

Die Teilnahmebedingungen für den Schreibwettbewerb

– Der Wettbewerb läuft vom 18. März 2010 bis zum 16. Juli 2010.
Einsendeschluss ist der 16. Juli 2010.

Teilnahmebedingungen allgemein
– Mit der Teilnahme verpflichtet sich der Teilnehmer alle Teilnahmebedingungen zu akzeptieren.
– Die Wettbewerbsausrichter sind die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.) und Chicken House Deutschland.
– Die Ausrichter des Wettbewerbs behalten sich das Recht vor, Teilnehmer, die eine der Bedingungen nicht erfüllen, von der Teilnahme auszuschließen oder ihnen den Preis vorzuenthalten. Des Weiteren behalten sie sich das Recht vor, die Teilnahmebedingungen zu ergänzen.
– Für Zwecke der Berichterstattung oder der Werbung gibt der Einreichende mit Einreichung des Manuskriptes der F.A.Z. eine tantiemenfreie Lizenz zum Publizieren von Auszügen des eingereichten Manuskriptes für alle Medien (Internet und Print) in Absprache mit Chicken House Deutschland.
– Mit Einsendung eines Manuskriptes erlauben die Teilnehmer, den Gewinner eingeschlossen, die freie Verwendung ihres Namens und die Nutzung von Fotografien aus Gründen der Berichterstattung oder Werbung während dieser oder zukünftiger Aktionen der F.A.Z. oder assoziierter Unternehmen.
– Die Wettbewerbsausrichter haben das Recht, den Wettbewerb zu jeder Zeit abzusagen, zu modifizieren oder zu ersetzen (oder den Preis zu ändern), wenn der Wettbewerb nicht in der geplanten Weise durchführbar sein sollte. Sie haben das Recht, den Preis durch einen gleichwertigen zu ersetzen, sollten Umstände höherer Gewalt dies unvermeidbar machen.
– Die Nutzung persönlicher Daten, die die F.A.Z. im Zusammenhang mit dem Wettbewerb erhält, unterliegen den deutschen Datenschutzbestimmungen und den Bestimmungen, die unter FAZ.net eingesehen werden können. Der Name des Gewinners wird auf der Website veröffentlicht.
– Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Teilnahmevoraussetzungen
– Teilnehmer müssen über 18 Jahre alt sein.
– Sie dürfen keine Angestellten der F.A.Z. oder von Carlsen oder Chicken House Deutschland sein, keine Angestellten von assoziierten Unternehmen, keine Familienmitglieder oder in engem Verhältnis zu jemandem stehen, der mit der Durchführung des Wettbewerbs zu tun hat.
– Es darf nur ein Manuskript pro Person eingereicht werden.
– Der einreichende Autor darf zuvor kein Fiction-Buch veröffentlicht haben.

Formale Bedingungen und Einsendebedingungen
– Der einreichende Autor muss sein Manuskript selber einschicken.
– Einreichungen von Agenturen werden nicht angenommen.
– Die eingesandten Manuskripte müssen die Originalwerke der Einsender sein und dürfen vorher nicht publiziert worden sein.
– Die Einsendung muss auf dem Postwege an folgende Adresse erfolgen:

Chicken House Deutschland
Carlsen Verlag GmbH
Der Goldene Pick
Völckersstraße 14-20
22765 Hamburg

– E-Mail-Einsendungen werden nicht beachtet.
– Das Manuskript muss in voller Länge eingereicht werden.
– Das Manuskript darf nicht mehr als 80.000 Worte haben.
Die eingereichte Geschichte muss für Kinder und Jugendliche auf der ganzen Welt im Alter zwischen 10 und 16 Jahren geeignet sein.
– Sie darf jedes Thema behandeln und jegliches Genre abdecken (Fantasy, Abenteuer, Science Fiction, Krimi etc.).
– Bilderbücher und Graphic Novels sind vom Wettbewerb ausgeschlossen.
– Illustrationen werden bei der Bewertung nicht beachtet.
– Jede Einreichung muss versehen werden mit:

  • einer kurzen Zusammenfassung (nicht länger als eine Seite, sie soll einen Überblick über die gesamte Geschichte geben, inbegriffen die Hauptcharaktere, -ereignisse und -orte),
  • einem Plotplan (eine Kurzbeschreibung pro Kapitel, die die Hauptcharaktere, die dramatischen Höhepunkte und die wichtigsten Handlungsstränge beinhaltet),
  • einem Schreiben, das die Eignung des Manuskriptes als Kinder- und Jugendbuch darlegt.

– Der Wettbewerbsausrichter ist nicht haftbar für Verlust, Beschädigung oder Unvollständigkeit von Manuskripteinsendungen.
– Die Manuskripte müssen getippt sein und mit doppeltem Zeilenabstand und nummerierten Seiten versehen sein.
– Einreichungen müssen klar und deutlich mit dem vollen Namen des Autors und den Kontaktdaten (Adresse und Telefonnummer) versehen sein.
– Einreichungen müssen in einer handhabbaren Form eingereicht werden (Pappmappe, Ringbinder oder Ordner).
– Der einreichende Autor muss für eine eigene Kopie Sorge tragen, da die Manuskripte nicht
zurückgesandt werden.
– Die Einsendung wird nur bestätigt, wenn der Einreichende eine frankierte und adressierte Postkarte gut sichtbar beilegt. Sollten Einreichende 28 Tage nach ihrer Einreichung keine Rückantwort erhalten haben, müssen sie davon ausgehen, dass das Manuskript nicht eingetroffen ist und es ggs. noch mal senden.

Auswahl und Preis
– Es wird einen Gewinner geben.
Der Preis ist ein Publikationsvertrag mit Chicken House Deutschland.
– Bis zum 30. Oktober 2010 wird eine Shortlist mit fünf Nominierungen erstellt.
– Diese fünf Teilnehmer werden benachrichtigt und ihnen wird ein möglicher Vertrag zugesandt, sie können dann noch innerhalb von zehn Tagen von der weiteren Teilnahme zurücktreten.
– Diese fünf Einreichungen werden von der Jury geprüft.
– Die Jury besteht aus Isabel Abedi (Bestsellerautorin), Jürgen Hees (Buchhandlung Herwig), Cornelia Krüger (Hugendubel), Dr. Tilman Spreckelsen (F.A.Z.) und Anja Kemmerzell (Chicken House Deutschland).
– Weder während noch nach dem Wettbewerb wird es ein Feedback an die Autoren über ihre Manuskripte geben.
– Der Gewinner wird am 10. Dezember 2010 kontaktiert.
– Sollte er auf keinem Wege erreichbar sein, behält sich der Wettbewerbsausrichter das Recht vor, einen anderen Gewinner zu bestimmen.
– Sollte die Jury keines der eingereichten Manuskripte für publikationswürdig halten, wird sie dennoch die beste Einreichung küren und dem Gewinner eine ausführliche Lektoratsberatung anbieten.
– Sollte zwischen dem Gewinner und Chicken House Deutschland keine Einigung über den Vertrag erzielt werden können, wird dem Gewinner als Alternativpreis eine Lektoratsberatung angeboten.
– Die einreichenden Autoren behalten alle Rechte an ihren Manuskripten, mit Ausnahme des Gewinners, dem ein Vertrag angeboten wird.
– Der Vertrag mit dem Gewinner wird ein branchenüblicher Standardvertrag im Kinder- und Jugendbuchbereich sein.
– Der Preis ist nicht gegen Ausbezahlung oder anderes einzutauschen.
– Der Gewinner stimmt einem Interview mit der F.A.Z. zu.

Vom Sach- zum Kinderbuch

Susanne Oswald: Emmis verliebtvermopste WeltGeschichtenweberin und Montsegur-Kollegin Susanne Oswald startete ihre Karriere als Sachbuchautorin. Als Heilprakterin standen bei ihr Heilung und Gesundheit natürlich im Vordergrund.

Nun aber hat sich für sie ein Kindheitstraum erfüllt. Im Juli erscheint ihr erstes Kinderbuch bei Planet Girl (Thienemann). Unter dem gleichermaßen seltsamen wie traumhaften Titel „Emmis verliebtvermopste Welt“ und zart rosa bekleidet, soll das Buch vor allem Mädchen ab 10 Jahren begeistern.

„Vor Emmis Stift ist nichts sicher. Weder ihr Such-Mops Lucky noch ihre Freundin Josi mit den tanzenden Sommersprossen. Und schon gar nicht die meerblauen Augen von Nico. Doch um sein Herz zu erobern, muss Emmi den Zeichenblock gegen die Gitarre tauschen. Und es mit einer rosa Elefanten-Unterhose aufnehmen. Ob das gut geht? Ein Muss für alle Hundefans ab 10 Jahren.“

Lustig, aber wahr

Dichten ist nicht jedermanns Sache. Und doch gibt es Anlässe, zu denen es immer mal wieder schön wäre, ein Gedicht verschenken zu können. Doch woher nehmen, wenn nicht …

Ganz einfach, Gedichte kann man kaufen! Nicht nur im Buchladen, nein, es geht auch viel persönlicher. Ein Auftragsdichter muss her! Und davon gibt es glücklicherweise genug im Internet. Einmal gegoogelt und schon springen sie dem Sucher ins Auge.

Nun gilt für manche dieser geweihten Dichterfürsten, die in unendlicher Gnade ihre Kunst zur Verfügung stellen, eben jener erste Satz dieses Beitrags. Nur scheint das diesen geschäftstüchtigen Geistern nicht bewusst zu sein.

So traf ich erst kürzlich auf ein solches Exemplar, das mit stolz geschwellter Brust beispielhafte Einblicke in das, was den gutgläubigen Kunden erwartet, gab. Ein 4 x 4-zeiliges Gedicht, in dem mit etwas Glück der eine oder andere reine Reim neben solchen wie “van Gogh” auf “hoch” oder gar “Flamme” auf “verlangen” gefunden werden kann, und bei dem man während des Vortrags mit noch mehr Glück nur ein- bis zweimal pro Strophe über den versmassigen Rhythmus stolpert.

Und das ganze zum Sonderangebot von nur 49,95 Euro. Legt man noch 25,- Euro Expresszuschlag drauf, bekommt man ein solches Gedicht, das sich liest, als sei es in der kurzen Pause zwischen dem Putzen der oberen und der unteren Schneidezähne entstanden, in sage und schreibe 24 Stunden erstellt.

Solchen Innovativen wünsche ich von ganzem Herzen Glück. Und intelligente Kunden!

Röntgen-Analyse

Vor wenigen Tagen habe ich auf das „Handbuch für Autorinnen und Autoren“ hingewiesen und auch darauf aufmerksam gemacht, dass es außerdem noch das deutlich günstigere Jahrbuch gibt. Für alle, die sich entscheiden müssen und noch nach einer entsprechenden Entscheidungshilfe suchen, hat Hans Peter Röntgen jetzt beide Werke jeweils im Vergleich mit dem anderen rezensiert:

Lebensechte Dialoge

Autoren mit etwas Erfahrung wissen, Dialoge, wie sie das Leben schreibt, haben in einem Manuskript nichts verloren. Wer es nicht glaubt, möge einmal Gespräche aus dem täglichen Leben bewusst belauschen, sie unbemerkt aufnehmen und 1 : 1 niederschreiben. Dem, der mir dann noch in ehrlichster Überzeugung sagen kann, man könne das Ergebnis einem Leser zumuten, dem gebe ich fortan in allem recht.

Edit:
Aus den ersten Reaktionen sehe ich, ich muss präzisieren: Es geht nicht darum, dass Dialoge aus dem echten Leben natürlich durchaus eine besondere Qualität, und sei es eine skurrile, aufweisen können, sondern darum, dass man sie nicht wörtlich „abschreiben“ bzw. lebensecht nachempfinden sollte.

Soll heißen, ein schriftlich niedergelegter Dialog wird nur dann lesbar, wenn er die sprachlichen (grammatischen) Stolperer, die unzähligen Füll-, Verlegenheits- und Pausenlaute (äh, hm, …) und all die Eigenheiten der gesprochenen Kommunikation weitgehend ausklammert, sie wenn gewünscht bestenfalls andeutet.

Einschränkungen

Da zur Zeit auf schreiberischem Gebiet ein Auftragswerk absolute Priorität hat, anders gesagt also mein Pseudonym Ben Philipp nahezu alle zeitlichen Kapazitäten bekommt, gibt es von meiner Seite nicht allzu viel Neues von meinen Schreibtätigkeiten zu berichten. Hier und da ein paar Vorbereitungen für mein nächstes Projekt sowie ab und zu ein paar kleinere Sachen, die noch zu erledigen sind, mehr ist da im Moment nicht.

Im Verlauf dieser Woche will ich mich mit der lektorierten Fassung der Steampunkgeschichte für Arcanum auseinandersetzen, außerdem eine Vita überarbeiten und abschicken.

Aber wenn Ben Philipp sich beeilt, darf ich auch bald wieder voll ran. 😉

Kinder und Jugend bis 06.07.10

Peter-Härtling-Preis für Kinder- und Jugendliteratur der Stadt Weinheim

Originaltext, siehe: www.beltz.de/haertling

Ausschreibung zum 15. Peter-Härtling-Preis

Der Verlag BELTZ & Gelberg und die Stadt Weinheim laden auch in diesem Jahr wieder Autorinnen und Autoren ein, sich mit einem bisher unveröffentlichten Text um den Peter-Härtling-Preis 2011 zu bewerben.

Gesucht werden Manuskripte für ein Kinder- oder Jugendbuch in deutscher Sprache für LeserInnen im Alter von 10 bis 15 Jahren. Eingereicht werden können Prosatexte, die sich erzählend, unterhaltend, poetisch und phantasievoll an der Wirklichkeit der Kinder oder Jugendlichen orientieren. Bilderbuchtexte, Gedichte und ähnliche Kurztexte können nicht berücksichtigt werden.

Die seit 1984 alle zwei Jahre vergebene Auszeichnung wird von der Stadt Weinheim gestiftet und gemeinsam mit BELTZ & Gelberg verliehen.

Der Peter-Härtling-Preis ist mit 5.555 Euro dotiert. Der Verlag BELTZ & Gelberg hat eine Option auf die Erstveröffentlichung und bietet an, das prämierte Manuskript als Buch herauszubringen.

Die Jury setzt sich zusammen aus:

* Peter Härtling, Autor
* Barbara Gelberg, Lektorin Beltz & Gelberg
* Dr. Tilman Spreckelsen, Frankfurter Allgemeine Zeitung
* Prof. Susanne Krüger, Hochschule der Medien Stuttgart
* Dietmar Pfennigschmidt, Stadt Weinheim
* NN, BuchhändlerIn

Einsendeschluss ist der 6. Juli 2010.

Eine Jury entscheidet im Herbst 2010 über den Preisträger. Die Preisvergabe erfolgt im Mai 2011.

Teilnahmebedingungen:

  • Bewerben können sich Autorinnen und Autoren mit einem Prosamanuskript in deutscher Sprache, das sich an Leserinnen und Leser von 10-15 Jahren richtet. Der Roman/die Erzählung muss bisher unveröffentlicht sein und darf noch nicht unter Vertrag stehen.
  • Eingereicht werden können Prosatexte, die sich erzählend, unterhaltend, poetisch und phantasievoll an der Wirklichkeit der Kinder oder Jugendlichen orientieren.
  • Das Manuskript muss einen Mindestumfang von 80 DIN-A4-Normseiten (60 Anschläge x 30 Zeilen) haben und darf den Höchstumfang von 200 Seiten nicht überschreiten. Berücksichtigt werden ausschließlich ausgedruckte Seiten; Einreichungen in Form von Disketten, CDs oder als Datei per Mail sind für den Preis nicht zugelassen.
  • Wichtiger Hinweis: Um die Neutralität der Bewertung sicherzustellen, darf das Manuskript nicht mit Namen und Adresse des Autors gekennzeichnet sein, sondern nur durch ein Stichwort. Name und Absenderangabe sind in einem verschlossenen Umschlag beizufügen, der außen mit dem gleichen Stichwort versehen ist.
  • Einsendeschluss ist der 6. Juli 2010 (Datum des Poststempels)
  • Einsendungen können ab sofort an folgende Adresse geschickt werden:

Peter-Härtling-Preis für Kinder- und Jugendliteratur der Stadt Weinheim
z. Hd. Frau Susanne Härtel
Kellerstr. 9
81667 München

  • Manuskripte, die den Teilnahmebedingungen nicht entsprechen, können für den Preis nicht berücksichtigt werden. Die Benachrichtigung der Teilnehmer erfolgt in jedem Fall, voraussichtlich im Oktober/November. Bitte sehen Sie von Rückfragen ab, über den Preisverlauf können keine Auskünfte erteilt werden.
  • Die Jury entscheidet im Herbst 2010 über den Preisträger. Die Preisvergabe erfolgt im Mai 2011.
  • Die Jury behält sich vor, den Preis gegebenenfalls zu teilen oder nicht zu vergeben, wenn keines der eingereichten Manuskripte als preiswürdig anerkannt wird.
  • Die Entscheidung der Jury ist auf dem Rechtsweg nicht anfechtbar; Korrespondenz über den Wettbewerb kann nicht geführt werden. Wir bitten um Verständnis, dass eingereichte Manuskripte aus Kostengründen nicht zurück geschickt werden. Der Autor, die Autorin können jedoch, wie im Verlagswesen üblich, eine Manuskript-Kopie für sich behalten. Der Verlag trägt Sorge dafür, dass die Manuskripte nicht in falsche Hände kommen.
  • Der preisgekrönte Text erscheint als Buch im Verlagsprogramm von BELTZ & Gelberg. Mit der Einreichung gewährt der Autor dem Verlag das Recht, das Manuskript zu den üblichen Vertragsbedingungen zu veröffentlichen.
  • Mit dem Einreichen des Textes erkennt der Autor, die Autorin die hier genannten Bedingungen an.

Mein Keller

Heute soll es nach langer Zeit mal wieder eine kurze Leseprobe von mir geben. „Mein Keller“ ist neben anderen Texten von mir und weiteren Autoren in der Anthologie „Rostocker Auslese – Lesebühne 2004“ erschienen.

Online kann man den gesamten Text auch bei BookRix lesen.

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Mein Keller ist mein Keller. Niemand außer mir hat das Recht, ihn zu betreten. Nicht jeder möchte es. Viele haben es schon versucht. Manche erhaschen einen kurzen Blick. Doch den wenigsten gewähre ich einen tieferen Einblick.

Selbst ich kenne nicht all seine verwinkelten Ecken und unergründlichen Tiefen, werde wohl nie jeden Winkel aufspüren können. Denn er ist groß und er reicht weit hinab. So bleibt er immer offen für neue Überraschungen und verschließt sich dem suchenden Blick.

Ja, verschlossen ist er, mein Keller, gut verschlossen. Nur ich habe den Schlüssel, der nicht immer passt und den ich oft nicht finde. Habe ich ihn bei mir, bin ich nicht immer sicher, ihn zu benutzen. Will ich ihn benutzen, fehlt mir hin und wieder die Sicherheit im Umgang mit ihm. Die Handhabung ist kompliziert.

Gelingt es mir, den Schlüssel im Schloss in der richtigen Weise zu betätigen, zögere ich meist, den ersten Schritt zu tun. Mal einen kurzen Moment, mal eine ganze Weile stehe ich dann vor der aufgeschlossenen Tür, bevor ich langsam die Klinke hinunterdrücke und die Tür so weit öffne, dass ich durch den entstandenen Spalt schlüpfen kann.

Nie weiß ich dann genau, was mich erwartet. Mal stehe ich einfach vor einer Wand, mal vor einer weiteren Tür, mal in einer dunklen Kammer, dann wieder in einem weiten Saal, den ich trotz seines trügerisch hellen Lichts kaum überblicken kann. Es kommt vor, dass ich nichts finde als einen absolut leeren Raum. Hier kann ich vieles hineinstellen, doch ob es dauerhaft dort bleibt und ob ich es je wiederfinde, wage ich nie vorauszusehen. Manchmal stürzen tausende von Dingen auf mich ein, die es mir unmöglich machen, sie zu ordnen. Selten finde ich mich zurecht.

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Rostocker AusleseJohanna Michallik (Hrsg.)
Rostocker Auslese – Lesebühne 2004
Taschenbuch, 239 Seiten
BS-Verlag, 2005
ISBN: 978-3899541274

Mit einem Vorwort von Philipp Bobrowski

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lauter niemand bis 04.07.10

Originalausschreibung: http://www.lauter-niemand.de/

auslobung des lauter niemand preis für politische lyrik 2010

Stifter: Jörn Sack

ziele

Der lauter niemand preis für politische lyrik geht 2010 in die zweite Runde. Er wird von der Berliner Autoreninitiative lauter niemand und der gleichnamigen Berliner Zeitschrift für Lyrik und Prosa ausgelobt. Er zeichnet lyrische Werke in deutscher Sprache aus, die sich mit Politik oder gesellschaftspolitischen Themen im weiteren Sinne befassen. Ziel des Preises ist die Stärkung der Lyrik als politisches Ausdrucksmittel.

Der Wettbewerb 2009 erfreute durch eine hohe Beteiligung und große Vielfalt der lyrischen Stimmen. „Den lieb ich, der Unmögliches begehrt“, konnten die Jurymitglieder allerdings selten sagen. Die ausgewählten Gedichte und begleitenden Anmerkungen und Kritiken sind auf der Homepage des lauter niemand e.V. zu finden. Bei der Suche nach politisch Möglichen und Unmöglichen erhoffen wir uns diesmal eine deutlich größere Beteiligung von Frauen.

preise und preisvergabe

Drei DichterInnen erhalten jeweils 500 Euro, 300 Euro und 200 Euro als Anerkennung. Diese werden von einer unabhängigen Jury ausgesucht, welche der Stifter des Preises Jörn Sack einvernehmlich mit der Redaktion von lauter niemand bestimmt. Die Juroren entscheiden nach Abstimmung mehrheitlich. Einzelnen Autoren können keine Gründe für die Entscheidung außerhalb des Kreises der Jury genannt werden. Stehen nach Auffassung der Juroren keine oder keine ausreichende Zahl preiswürdiger Werke zur Auswahl, wird kein Preis oder nur ein eingeschränkter Preis vergeben.

teilnahmebedingungen

Eingereicht werden können bis zu drei eigene lyrische Werke in deutscher Sprache. Gemeinsame Werke mehrerer Autoren sind zulässig. Bei bereits veröffentlichten Werken sind Angaben über die Art und Weise der Veröffentlichung zu machen. Die Werke sollten innerhalb der letzten drei Jahre entstanden sein. Die Einsender erklären sich bereit, dass Ihre Gedichte als Beispiele politischer Lyrik der Gegenwart auf der Homepage, in einer Ausgabe von lauter niemand, der Zeitschrift für Lyrik und Prosa, oder in einem Begleitbuch zur Lesung der Preisvergabe (wie 2009) kostenlos vorgestellt werden können. Die Rechte verbleiben bei den Autorinnen und Autoren. Die Redaktion von lauter niemand geht von einer prinzipiellen Bereitschaft der Autoren an einer Teilnahme bei der Lesung zur Preisverleihung aus. Fahrtkosten können nach Absprache eventuell übernommen werden. Alle Einsendungen werden weder weiter gereicht noch zurück gesandt.

einsendeschluss und adresse:

Die Werke mit einer kurzen Autorenbiographie sind bis 4. Juli 2010 an die Redaktion von lauter niemand unter dem Stichwort „politische lyrik 2010“ in der Betreffzeile an folgende Mailadresse zu senden. Es sollten dies möglichst Word- Dokumente sein.

Bitte nur falls kein E-Mail-Zugang vorhanden ist die Gedichte auf postalischen Weg an die Redaktionsadresse von lauter niemand senden, denn diese werden für die Arbeit der Jury mit Arbeits- und Kostenaufwand dann ebenfalls digitalisiert.

Mailadresse: redaktion@lauter-niemand.de

Postadresse:

lauter niemand redaktion
c/o Clemens Kuhnert
Friedelstr. 54
12047 Berlin

Stichwort „politische lyrik 2009″

Weiter Informationen www.lauter-niemand.de (ab 26. März 2010)

Der Stifter des Preises Jörn Sack und die Redaktion von lauter niemand wünschen viele gute Einfälle, wie die drängenden politischen Themen auf den lyrischen Punkt gebracht werden können.

Berlin, den 17. Dezember 2010

Die Redaktion

Feenfeuer beim NordCon

Ich selbst konnte dieses Jahr leider nicht dabei sein, obwohl es ausnahmsweise mal einen relativ kurzen Anfahrtsweg für mich bedeutet hätte, aber wer einen umfangreichen Bericht von dem norddeutschen Event lesen und ein paar schöne Fotos betrachten will, der kann das hier tun.

Frechheit!

Falsch ausgeschrieben? Oder bin ich hier falsch? Das kann doch wohl nicht wahr sein!

Da sucht der engagierte Autor Otto N. nach einer Ausschreibung, bei der er Ruhm und Ehre ernten kann, und findet im Ausschreibungstext, er müsse, um teilnehmen zu können, unter 25 Jahre alt sein. Da heißt es, man suche nach jungen Autoren. Ist er etwa mit seinen 26 Jahren nicht mehr jung? Frechheit!

Aber glücklicherweise gibt es da ja noch andere Ausschreibungen. Die nächste, die ihm ins Auge fällt, wäre so ganz in seinem Sinne. Auch das Thema passt. Aber um einen Beitrag einsenden zu dürfen, müsste er in Hagenow leben oder zumindest dort geboren sein. Was soll das denn? Sind Hagenower etwa die besseren Menschen? Muss Otto aus Redefin sich da nicht diskriminiert fühlen?

Aber Otto hat die Geduld eines Zirkuselefanten. Er sucht einfach nach der nächsten Ausschreibung und schaut, um weiteren Enttäuschungen vorzubeugen, zunächst in die Teilnahmebedingungen. Volltreffer: Jeder darf mitmachen, egal wie alt er ist und wo er herkommt. Das ist doch mal Gleichberechtigung! Doch Ottos Freude währt nicht lange. Das Thema sind Vampwölfe. Die kann er gar nicht leiden, kennt sich auch kaum mit den gefräßigen Dingern aus, und Fantasy ist eh nicht so seine Schiene. Kann er nicht einfach über das schreiben, was ihm Spaß macht?

Was denken sich diese Ausschreiber eigentlich? Ist doch eine Frechheit, die Kreativität dermaßen zu beschränken und nicht selten sogar einem Teil der Kreativen des Landes ganz den Riegel vorzuschieben.

Und Otto hat noch Glück. Sein Kumpel Klaus schreibt gar nicht. Der wird also von nahezu allen Schreibwettbewerben und -ausschreibungen ausgeschlossen. Kein Wunder, dass der sich ärgert.

Das kann Otto wirklich gut nachvollziehen, denn neulich fand er eine Ausschreibung für einen Kochwettbewerb. Sind die jetzt völlig bescheuert? Otto kann gar nicht kochen. Frechheit!