Lena siegt mit Liebe

Lena aus Hannover hat gewonnen! Ihr Sieg fiel vergleichsweise unspektakulär aus, vergleicht man ihn mit dem Sieg der Lena aus Hannover, die nur einen Abend später Deutschland auf musikalischer Basis in einen kollektiven Rausch versetzte.

Doch das dürfte Lena Falkenhagen nicht weiter stören. Vermutlich ist es ihr sogar ganz recht, sind es doch ihre Bücher, die ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken sollen. Und da wird der Montségurlerin der begehrte 1. Preis beim DeLia 2010, dem Preis für den besten deutschsprachigen Liebesroman des Vorjahres, vergeben vom Verein zur Förderung deutschsprachiger Liebesromanliteratur e.V. und dotiert mit 1000,- Euro, sehr entgegengekommen sein.

Den Preis erhielt Lena für ihren bei Heyne erschienenen Roman „Die Lichtermagd“ . Die Begründung der Jury:

In ihrem Roman Die Lichtermagd breitet Lena Falkenhagen ein grandioses Panorama mittelalterlichen Lebens vor den Leserinnen und Lesern aus. Hass und Gier, aber auch Liebe und Hoffnung werden anhand des Schicksals Luzindes in meisterlicher Weise beschrieben. Es ist eine Geschichte, die von Anfang an fesselt und keinerlei Langeweile kennt. Besonders beeindruckend ist dabei auch die Sprachgewalt der Autorin, mit der sie den einzelnen Gruppierungen in diesem Roman einen einzigartigen Ausdruck gibt. Ein faszinierendes Frauenschicksal aus dem mittelalterlichen Nürnberg.

Auf dem zweiten Platz landete „Das Limonenhaus“ (Diana) von Stefanie Gerstenberger. Platz drei erreichte „Die verborgene Kammer“ (Bastei Lübbe) von Corinna Kastner.

In ihrem Roman Die Lichtermagd breitet Lena Falkenhagen ein grandioses Panorama mittelalterlichen Lebens vor den Leserinnen und Lesern aus. Hass und Gier, aber auch Liebe und Hoffnung werden anhand des Schicksals Luzindes in meisterlicher Weise beschrieben. Es ist eine Geschichte, die von Anfang an fesselt und keinerlei Langeweile kennt. Besonders beeindruckend ist dabei auch die Sprachgewalt der Autorin, mit der sie den einzelnen Gruppierungen in diesem Roman einen einzigartigen Ausdruck gibt. Ein faszinierendes Frauenschicksal aus dem mittelalterlichen Nürnberg.

Pseudo-Ich, Pseudo-Du, Pseudo-Er, Pseudo-Sie

Vor einigen Tagen bin ich beim Stöbern mal wieder auf der Seite von Julia Kröhn gelandet. Und promt war ich von schreibenden Kolleginnen umzingelt. Neben Julia tummeln sich dort auch Leah Cohn, Carla Federico und Katharina Till. Während Julia Mittelalterromane schreibt, widmet sich Leah der Fantasy, Carla schreibt über deutsche Auswanderer in Chile und Katharina hat einen Kunstkrimi verfasst.

Natürlich sind alle vier in Wirklichkeit eine Person, nämlich Julia Kröhn, die ganz offiziell und ohne Versteckspiel zusätzlich unter drei Pseudonymen veröffentlicht. Und möglicherweise werden es mit der Zeit noch mehr werden.

Ist das nicht etwas seltsam? Wozu der Aufwand, sich ein Pseudonym zuzulegen, wenn man dann doch jedem erzählt, wer in Wirklichkeit dahintersteckt? Und dann gleich mehrere! Und Julia ist ja bei weitem nicht die einzige Autorin, die so verfährt.

Die Frage, ob man sich besser ein Pseudonym zulegen oder doch lieber unter seinem wahren Namen schreiben sollte, geistert auch immer wieder durch Autorenforen. Dabei sieht mancher dein einzigen Sinn in einem Pseudonym, seine wahre Identität vor was oder wem auch immer zu schützen. Tatsächlich dürfte das der Ursprung des Pseudonyms sein.

Andererseits dürfte die Bedeutung des Pseudonyms als Identitätsschutz längst nicht mehr der häufigste Grund für die Wahl eines Pseudonyms sein. Denn es gibt viele verschiedene Gründe, sich ein Pseudonym zuzulegen, einige davon werden z.B. bei Wikipedia genannt.

Allerdings fehlt dort ein Grund, der sicherlich inzwischen zu den häufigsten gehört, zu einem Pseudonym zu greifen: der Leser.

Wie ist das zu verstehen? Gerade Experten im Literaturbetrieb weisen Autoren immer wieder darauf hin, dass Vielseitigkeit, so positiv sie für die handwerkliche Entwicklung des Autors sein mag, marktstrategisch durchaus von Nachteil sein kann. Leser greifen gern immer wieder zu den Büchern ihrer Lieblingsautoren. Damit wird der Autor zur Marke. Was draußen draufsteht, möchte sich doch bitte innen wiederfinden.

Ein Leser oder eine Leserin, der / die sich in Julia Kröhns Historische Romane verliebt hat und sich hoffnungsfroh auf „Der Kuss des Morgenlichts“ stürzen  würde, wäre vielleicht enttäuscht, weil er / sie Fantasy so gar nicht mag. Daher steht auf Julias Fantasyromanen Leah Cohn als Autorenname.

Autoren, die sich wie Julia nicht auf ein oder wenige nah verwandte Genres spezialisieren wollen, nutzen also, nicht selten auf Anraten von Verlag oder Agenten, Pseudonyme. Dabei geht es nicht so sehr um reine Genreschubladen, sondern eher um die Leser- Zielgruppe.

Stellen wir uns die gutgläubige Oma vor, die für ihre Enkelkind das neueste Werk von Kinderbuchautor A kaufen will und versehentlich zu dessen neuem Horrorthriller greift. So extrem muss es gar nicht kommen. Autor B schreibt erfolgreich spannungsreiche Krimis, die den Leser fesseln, ohne ihn intellektuell allzu sehr zu fordern. Unterhaltung ist sein Metier. Denkste! Denn die Leidenschaft von B sind hochkomplizierte und kritische Wirtschaftsthriller, bei denen der Leser jeden Satz zweimal lesen muss. Autor C schreibt eine Romanreihe mit immer derselben Protagonistin. Damit es ihm nicht eines Tages so geht wie Paul Sheldon in „Misery“ legt er sich für Bücher außerhalb der Reihe ein Pseudonym zu.

Und so hat auch Ben Philipp das Licht der Welt erblickt. Anfangs eigentlich nur, um sich als Texter und Auftragsschreiber von Philipp Bobrowski abzusetzen, später mit dem Hang sich als Autor von Spannung und Unterhaltung zu etablieren. Und jüngst hat sich eher aus einer Laune heraus BennoP hinzugesellt, der sich seitdem vorerst nur im Internet an etwas seltsamen literarischen Kurztexten versucht (und nebenbei ganz gerne fotografiert).

Dein Gedicht auf einer Postkarte bis 31.07.10

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Post Poetry – Gedichte zum Versenden

Ausschreibung eines Wettbewerbs für junge Lyrikerinnen und Lyriker im Rheinland (Raum Bonn-Köln-Düsseldorf)

Mehr als jede andere Disziplin ist die Lyrik Gradmesser für Umschwünge, Brüche und Paradigmenwechsel. Im Gedicht kommen Themen verständlicherweise schneller zum Tragen als im Roman und in seiner Kürze, Verknappung und Konzentration, stellt es eine Art „Leitwährung“ der literarischen Innovation dar.

Diese Aussagen hat sich der gemeinnützige Verein Aura09 (www.aura09.de) zu Eigen gemacht. Er nimmt sie zum Anlass, den literarischen Diskurs über Lyrik im Projekt „Post Poetry“, das gemeinsam mit anderen Literaturinstitutionen des Landes NRW (Gesellschaft für Literatur NRW sowie weiteren Kulturinstitutionen) durchgeführt und vom Land NRW unterstützt wird, zu fördern und Nachwuchslyrikerinnen und -lyriker der Region zu einem Wettbewerb einzuladen.

Erwartet wird, dass junge AutorInnen der genannten Region (16-25 Jahre alt) bis zum 31. Juli 2010 drei in jüngster Zeit verfasste Gedichte an den Verein Aura09 übersenden.

Eine Jury (u. a. besetzt mit Prof. Dr. Kubin, bekannter Übersetzer chinesischer Gedichte und Lyriker, sowie Prof. Dr. Lichtenstein, Lyrikerin) wird bis Anfang September 9 Preisträger ermitteln. Von ihnen wird jeweils ein Text in einer sehr hohen Auflage als Postkarte in ansprechender Gestaltung gedruckt und Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie -dienstleistern zur Verfügung gestellt.

Post Poetry wird somit die Autoren und Texte in der Region und darüber hinaus bei Lesern und Adressaten der Lyrik-Postkarten bekannt machen sowie Interesse und Verständnis von moderner Lyrik zu aktuellen Themen fördern. Für die Bereitstellung des Gedichtes erhält der Autor einen Betrag von 100 Euro.

Darüber hinaus werden die Preisträger verbindlich eingeladen, bei ein bis zwei Lesungen, die von bereits bekannten Autoren aus Nordrhein-Westfalen moderiert werden, ihre Texte vorzustellen und zu diskutieren.

Teilnehmende Lyrikerinnen und Lyriker werden gebeten, ihre Einsendung, bestehend aus
– 3 Gedichten
– 1 Kurzbiografie (mit Geburtsjahr)
– 1 Veröffentlichungsliste (falls vorhanden)
bitte in einer E-Mail und versehen mit dem Betreff „Post Poetry“ per Email an die Adresse lyrik@aura09.de zu übersenden. Einsendeschluss ist der 31.07.2010.

Flotter Dreier

Das erste Mal las ich von ihr, als ich im Herbst 2006 die eingesandten Beiträge zur Anthologieausschreibung „Burgen, Schlösser und Ruinen“ durchsah, aus der später (2007) das Buch „Burgturm im Nebel“ werden sollte. Die kurze Geschichte „Abgründe“, in der Elena im Beisein ihres Bruders wahrhaft in dunkle Tiefen blicken muss, beeindruckte mich von Beginn an und hatte sich sofort einen der 22 begehrten Plätze im Buch gesichert.

Geschrieben hatte sie eine junge Autorin, die 1981 in Moskau geboren wurde und über die Ukraine und St. Petersburg nach Berlin und schließlich nach Schleswig-Holstein kam: Olga A. Krouk. Wie viele andere  träumte sie damals noch von ihrem ersten Roman. Und der ließ gar nicht lange auf sich warten.

Olga war mir inzwischen auch als liebe Montsegur-Kollegin bekannt und so traf man sich auch auf Autorentreffen und Buchmessen. 2008 hatte sie ihren Erstling „Staub zu Staub“ im Gepäck, ein Mysterythriller, der im ebenfalls aufstrebenden Sieben Verlag erschienen war.

NachtseelenUnd nun ging es Schlag auf Schlag. Olga kam bei der Literaturagentur Schmidt & Abrahams unter, und schon im Dezember 2009 erschien „Schattenseelen“ , diesmal bei Heyne. Wie schon der Debütroman erhielt auch dieser aus dem Genre der Dark Fantasy gute Kritiken unter anderem von renommierten Schriftstellerkollegen. So schrieb Fantasy-Autorin Nina Blazon über „Schattenseelen“:

Die Leser können sich auf einen spannenden Romantasy-Thriller freuen, mit originellen Figuren, spannenden Charakteren und einer atemlosen, rasanten Handlung, die noch auf den letzten Seiten Überraschungen bereithält.

Da der Roman nur der Auftakt zu einer Trilogie ist, folgt nun im Juni der zweite Teil des flotten Dreiers unter dem Titel „Nachtseelen“ und schon im Dezember können wir uns auf den dritten Teil „Hexenseelen“ freuen.

Wer mehr über die Autorin erfahren will, kann das auf ihrer Homepage oder im Interview mit LiteraTopia.

Wölfisch für Hundehalter

Diese Rezension von Edith Nebel fand ich hochinteressant und möchte sie euch daher nicht vorenthalten. Ich selbst war zwar nur im Kindesalter stolzer Hundebesitzer, hatte aber durch Familie und Freunde immer wieder mit Hunden und ihren Haltern zu tun. Und ich denke, auch für Tierfreunde ohne Hund, könnte das rezensierte Buch durchaus interessant sein.

Bücherschränke auf den Straßen

Hier habe ich von einem sogenannten „Offenen Bücherschrank“ erfahren. Er steht in Frankfurt/Main und jeder, der das möchte, kann sich dort ein Buch mitnehmen und / oder eines hineinstellen. Eine Art zwangloses und offenes Bookcrossing vorort.

Obwohl ich mich nur schwer von Büchern trennen kann, finde ich diese Idee einfach klasse. Leider gibt es das in Rostock nicht, allerdings soll Frankfurt nicht die einzige Heimat einer solchen „Straßenbibliothek“ sein. Gibt es das auch bei euch?

Geschichtenweber machen weiter von sich reden

Heute will ich mal ein bisschen meinen Stolz auf die wunderbaren Geschichtenweber auf euch loslassen. Denn für mich ist es mit Sicherheit eine der erfolgreichsten Autorengruppen der letzten Jahre.

Geschichtenweber

Eigentlich ist es nur ein Forum für Schreiber und Autoren, wie es unzählige im Internet gibt. Und im Unterschied zu Montsegur, dem zweiten großen Autorenforum, in dem ich mich gern aufhalte, ist es von reinen Hobbyschreibern gegründet worden, die bestenfalls ihre ersten Schritte im Kleinverlagsbereich hinter sich gebracht hatten und damit auch noch mächtig auf die Nase gefallen sind. Denn sie hatten sich kennengelernt im Forum des INTRAG-Verlags, der zwar erfreulicherweise kein DKZV war, aber auf andere Art und Weise für einen kleinen Skandal sorgte (Interessenten mögen googeln).

Einige der Enttäuschten beschlossen mit Hilfe der Lektorin Cassidy Rees ein eigenes Forum zu gründen (Genaueres hier), ursprünglich vor allem, um eine Plattform zu haben, auf der sie sich über die traurigen Erfahrungen austauschen, aber auch selbst etwas auf die Beine stellen konnten.

Im August ist das sechs Jahre her und das Forum wie auch die Edition sind erstaunlich schnell und erstaunlich erfolgreich gewachsen. Aktuell zählt das Forum 662 Mitglieder, die natürlich nicht alle gleichermaßen aktiv sind. Unter ihnen sind vor allem Autoren, vom blutigen Anfänger bis hin zu jenen, die fleißig publizieren. Aber auch Journalisten, Illustratoren, Verleger und Lektoren finden sich in ihren Reihen.

In dem umfangreichen Forum tauschen sich die Mitglieder über Literatur, Handwerk, ihre Texte und Verlage aus. Oder sie schmökern einfach ein bisschen im „Café“. Der zentrale Bereich des Forums widmet sich aber eigenen Buchprojekten, denn die Geschichtenweber haben mit der Edition Geschichtenweber über die Jahre praktisch eine eigene Marke etabliert, mit der sie Buchideen in Eigenregie vorbereiten und auf den Markt bringen. Erstaunliche dreizehn Bücher sind so seit dem Bestehen der Geschichtenweber unter ihrem Label bei unterschiedlichen Verlagen erschienen. Und jedes Jahr kommen neue hinzu.

Als wäre das nicht bewundernswert genug, entwickeln sich, sicherlich nicht zuletzt durch die Projektarbeit, die Mitglieder des Forums auch in ihren persönlichen Autorenkarrieren mit teilweise wirklich großen Schritten. So gehört zu den am schnellsten wachsenden Bereichen des Forums der Teil, in dem die Geschichtenweber ihre individuellen Veröffentlichungen posten können.

Geheimnisvolle GeschichtenKaum eine Anthologie erscheint mehr, ohne dass mindestens ein Geschichtenweber seinen Beitrag dazu geleistet hat. So ist jüngst Geschichtenweber Michael Buttler mit der Geschichte „Déjà-vu“ in Erik Schreibers Anthologie „Geheimnisvolle Geschichten 1“ eingezogen, in der auch Bestsellerautor Markus Heitz vertreten ist. Eine Rezension zu der Antho gibt es übrigens bereits auf Feenfeuer.

Und auch Einzelpublikationen sind bei den Geschichtenwebern keine Seltenheit mehr. Ganz im Gegenteil! Sei es im Kleinverlagsbereich (ich berichtete gerade erst über „Einhornblut“ von Nathalie Gnann) oder bei den großen Publikumsverlagen. So durfte ich zum Beispiel letzten Mittwoch das Romandebüt von Christiane Lind vorstellen, die mit dem Historischen Roman „Die Geliebte des Sarazenen“ am 1. Juni bei Rowohlt erscheint.

Der AugenschneiderUnd gespannt erwarten die Geschichtenweber den Erscheinungstermin (12. Juli 2010) des Psychothrillers „Der Augenschneider“ , mit dem Berta Berger unter dem Pseudonym Valentina Berger bei Piper debütiert. Noch gespannter, seit die österreichiche Autorin auf ihrer Homepage eine erste und sehr fesselnde Leseprobe online gestellt hat.

Ob kleiner oder großer Verlag, ob Fantasy, Thriller oder Liebesroman, immer mehr der Geschichtenweber dürfen sich zu den Autoren mit eigenständigen Publikationen rechnen. Manche kommen ihrem Traum, die Schriftstellerei zum Beruf zu machen, immer näher, andere haben den Schritt in die Freiberuflichkeit längst vollzogen.

Dennoch bleibt vielen die Zeit, sich weiterhin an den Projekten der Edition zu beteiligen, an der Seite von immer neuem Zuwachs an Autoren und solchen, die es werden wollen. So bleibt auch die Edition erfolgreich und macht weiter von sich reden.

Und das teilweise schon im Vorfeld neuer Publikationen. So wie die heiß ersehnte Steampunk-Anthologie, „Von Feuer und Dampf: Spiegelwelten 2“ , die im Juli dieses Jahres erscheinen soll und an der auch ich mit einer Geschichte beteiligt bin.

Schon seit einiger Zeit veröffentlicht die Steampunkwebsite Clockworker Interviews mit den Autoren der Anthologie (zuletzt mit Chrissi Schlicht). Nun wird Herausgeber Stefan Cernohuby am 6. Juni 2010, von 22.05 bis 23 .00 Uhr,  dem Radiosender Bayern 2 in der Sendung „Zündfunk Generator“ zum kommenden Buch Rede und Antwort stehen. Das Interview könnt ihr euch dann auch auf der Homepage des Senders im Live-Stream anhören.

Bei den Geschichtenwebern macht es einfach Spaß, Teil einer Gemeinschaft zu sein, die sich gleichermaßen über Erfolge der einzelnen Mitglieder wie über die der Edition freuen kann. Einer Gemeinschaft, die von einer Handvoll Schreiberlinge gegründet wurde, deren Schreibereien bei einem Lektor damals oft noch kaum mehr als ein Kopfschütteln erzeugen konnten.

Nachwuchs in SMS, Netzliteratur, Blog und Slam bis 11.06.10

Wenn ich doch noch einmal 25 wäre! Auch Nur-Leser (jeden Alters) sollten aber auf jeden Fall den Hinweis am Ende des Artikels lesen!

Zur Originalausschreibungen mit Details und Beispieltexten

Compete 20.10 – Internationales Jugendautorentreffen NRW

Vor 30 Jahren fand das erste Autorentreffen NRW statt, ein Wettbewerb für den literarischen Nachwuchs, bei dem Preise in den drei Disziplinen Prosa, Lyrik und Dramatik ausgelobt wurden. Anfang der Neunziger Jahre wurde dieser literarische Wettbewerb eingestellt, jetzt soll das Autorentreffen NRW in anderer Form zu neuem Leben erweckt werden.
Aufgerufen sind Jugendliche aus aller Welt (bis 25), sich daran zu beteiligen, sich zu treffen im Spiegelzelt beim Düsseldorfer Bücherbummel, aber auch im virtuellen Raum, dem World Wide Web.

Analog zu den klassischen Literatursparten von damals werden auch beim Jugendautorentreffen „Compete 20.10“ in verschiedenen Disziplinen Preise vergeben, jedoch für ganz neue und zeitgenössische Textsorten:
Je 500 Euro winken den Gewinnern in der Kategorie Kurztext (160 Zeichen, eingesandt per SMS oder Mail), in der Kategorie Netzliteratur, als Link hinterlegt, sowie dem besten Blog-Beitrag, der im offiziellen Portal von „Compete 20.10“ hochgeladen wird.

Last, but not least wird als vierte Kategorie der Live-Award verliehen, und zwar wird dieser ab ca. 15.30 h bei einem Poetry Slam vergeben.

Am dem 15. April 2010 wird das Portal www.compete2010.net online sein. TeilnehmerInnen aus aller Welt haben dann Zeit, bis zum Freitag, dem 11. Juni um 11 Uhr, Beiträge für die vier Kategorien (in Deutsch oder Englisch) einzureichen. Je zehn Beiträge in den vier Kategorien werden vom „Compete 20.10“-Team selektiert.
In einer Live-Veranstaltung am 11. Juni (ab 14 Uhr) werden diese ausgewählten Beiträge einer Fachjury und dem Publikum vorgestellt, die dann die Preisträger bestimmen (fünf Stimmen der Fachjury, zwei Stimmen Publikumsmehrheit). Beim Poetry Slam, mit dem die Veranstaltung beschlossen wird, kürt allein das Publikum den Gewinner!

Moderation: Pamela Granderath und Enno Stahl

Jury: Dr. Sabine Brenner-Wilczek (Heine-Institut), Franz Dobler (Autor), Philipp Holstein (Rheinische Post), Maren Jungclaus (Literaturbüro NRW), Ulrike Merten (NRZ)

Kurator: Enno Stahl (Autor), Mitarbeit: Christine Brinkmann (ZAKK), Jan-Birger von Holtum

Redaktionsadresse:

Heinrich-Heine-Institut, c/o Dr. Enno Stahl, Bilker Str. 12-14, D – 40213 Düsseldorf
Tel.: +49/211/8995986 – Email: heineinstitut@duesseldorf.de

Zakk, c/o Christine Brinkmann, Fichtenstr. 40, 40233 Düsseldorf
Tel.: +49/211/ 97300-34 – Email: christine.brinkmann@zakk.de

Kooperationspartner:

Arbeitsgemeinschaft Bücherbummel auf der Kö * Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf * Stadtbüchereien * Triggerfish * ZAKK, Düsseldorf

Achtung!!! Ob du teilnehmen willst oder nicht, es lohnt sich dennoch auf dem Portal vorbeizuschauen, denn dort kann man alle bereits eingereichten Beiträge lesen, bewerten und kommentieren. Dieses Voting fließt auch in die Entscheidung der Jury mit ein!

Torsten Low unterwegs

Bei Feenfeuer habe ich es gefunden:

Der Verlag Torsten Low, ein kleiner, aber feiner Verlag für phantastische Literatur, geht auf Lesereise. Mit dabei hat er unter anderem die Anthologie der Geschichtenweber „Metamorphosen“ . Aber natürlich auch den Band „Geisterhafte Grotesken“ , in dem unter anderem Oliver Plaschka, Christoph Hardebusch, Christoph Marzi und Tanya Carpenter vertreten sind.

Die Termine:

22. Mai 2010, 18-19 Uhr:
WGT in Leipzig in der Absintherie la petite
Lesung aus Metamorphosen und Geisterhafte Grotesken

24. Mai 2010:
WGT in Leipzig in der Absintherie Sixtina
Lesung aus Metamorphosen und / oder Geisterhafte Grotesken

29. Mai 2010:
DreRoCo (Dresdner Rollenspiel Con)
Lesung aus Lichtbringer, Metamorphosen, Weltenbaum, Geisterhafte Grotesken

05/06.Juni 2010:
NordCon Hamburg
(Stand und Buchbindevorführung bestätigt, Lesung bisher unbestätigt)

12/13. Juni 2010, 14-15 Uhr:
Litfest Meißen
Lesung aus Lichtbringer, Metamorphosen, Weltenbaum, Geisterhafte Grotesken

Leserunde mit Wiebke Lorenz

Auf www.herzgedanke.de sind Leserunden alles andere als eine Seltenheit. Dennoch ist diese für die schöne Literaturseite  etwas Besonderes. Nach mehreren Historischen Romanen soll nun wieder mal ein anderes Genre gelesen und diskutiert werden.

Für Juli ist eine Leserunde mit der Autorin Wiebke Lorenz und ihrem Buch „Allerliebste Schwester“ geplant. Am prominentesten ist sie sicher unter dem Pseudonym Anne Hertz, unter dem sie gemeinsam mit ihrer Schwester Frauke Scheunemann fröhliche Frauenromane schreibt.

Anmelden kann man sich für die Leserunde bereits jetzt auf dem Literaturnotiz-Blog.

Immer diese Debütanten

Da habe ich gerade erst in einem Forum gegen die gefestigte Meinung anzureden versucht, deutsche Verlage würden praktisch keine deutschen Autoren debütieren lassen, weil sie lieber billig Auslandslizenzen einkaufen würden (die heutzutage im Vergleich gar nicht unbedingt die günstigere Alternative für den Verlag darstellen müssen), schon darf ich auf meinem Blog die nächste deutsche Nachwuchsautorin vorstellen, die den Schritt in die Verlagswelt geschafft hat.

Geschichtenweberin Christiane Lind debütiert am 1. Juni mit ihrem Historischen Roman „Die Geliebte des Sarazenen“ beim Rowohlt Verlag.

Auf der Verlagsseite heißt es zu dem Buch:

Wagnisse der Liebe – eine Frau zwischen Orient und Okzident.

Braunschweig zur Zeit der Kreuzzüge: Die junge Leonore von Calven begibt sich auf Wallfahrt nach Jerusalem. Was niemand weiß: Leonore trägt ihr Pilgergewand nur zum Schein. Der wahre Grund ihrer Reise muss verborgen bleiben.
Viele Gefahren lauern auf dem Weg in die Heilige Stadt. Doch die junge Frau findet hilfsbereite Gefährten – und sie ist nicht die Einzige, die ein Geheimnis hütet …
Als Leonores Leben bedroht wird, rettet sie der Karawanenführer Nadim. Durch ihn taucht sie ein in eine faszinierende fremde Welt. Aber der Friede im Heiligen Land ist zerbrechlich. Und Leonore muss sich der Frage stellen, ob eine Christin einen Sarazenen lieben darf …

Ich gratuliere Christiane auch an dieser Stelle noch einmal zu diesem Erfolg und wünsche ihr viele Leser. Sicher wird sie schon bald keine Debütantin mehr sein, denn die dürfte es ja unter den deutschen Autoren eigentlich ohnehin nicht geben.

Literaturagenten unter und über sich

Auf der diesjährigen BLC (Booklover Conference), die sich erstmals als genreübergreifende Veranstaltung rund um Bücher verstanden hat, ist ein Video entstanden, auf dem sich die Literaturagenten Natalja Schmidt, Julia Abrahams und Lars Schultze-Kossack ausführlich zu ihrer Tätigkeit äußern.

Nicht nur für diejenigen interessant, die auf der Suche nach einem Agenten sind.