Rückblende: Samstag

Der zweite Tag des Montsegur-Autorentreffens.

Pünktlich um 9.00 Uhr ging es los. Die Autorenschaft teilte sich in Workshop- und Vortragsbesucher. Da ich mich für einen Workshop am Sonntag eingetragen hatte, musste ich auf die samstäglichen von Hans Peter Roentgen („Exposee und Pitch“) und Andrea Schacht („Figurenbaukasten“) verzichten. Entschädigt wurde ich aber durch die tollen Vorträge.

Es begann psychologisch mit meiner Geschichtenweberkollegin Melanie Metzenthin, die uns als Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie mit ihrem Vortrag „Von unheilbaren Psychopathen und liebenswerten Schurken – Was zeichnet einen Bösewicht aus?“ die fachlich korrekten Fakten über unsere Antihelden näherbrachte.

Ebenso ein Fachmann auf seinem Gebiet ist Joachim Jessen von der Agentur Schlück, der in humorvoller Weise über die „Zusammenarbeit Autor – Agent – Verlag“ dozierte und dabei mit eigenen Erfahrungen nicht hinterm Berg hielt.

Jessen war auch Teilnehmer der anschließenden hoch interessanten Podiumsdiskussion „Wie die Jungfrau zum Kind … oder Warum werden Bücher Bestseller?“, in der neben ihm auch der Leiter des Bereichs Internet Communication bei Droemer Knaur, Domimik Huber, Juliane Korelski, Autorin und ehemalige Buchhändlerin, sowie die Bestsellerautorinnen Andrea Schacht und Eva Völler Interessantes zum Thema beizutregen hatten, wohl geführt und moderiert durch Jürgen Bräunlein.

Nach dem Mittagessen führte Dominik Huber dann seine Thesen, Erfahrungen und die Erfahrungen von Untersuchungen bezüglich „Autoren(selbst)marketing, neue Medien + virale Effekte“ aus. Gerade der Einfluss, den laut seinen Ausführungen das Internet auf die Karriere von Sebastian Fitzek hatte, war für die meisten Zuhörer sicher eine ganz neue Komponente.

Allen bekannt dürfte dagegen das Grundproblem gewesen sein, über das Titus Müller im Anschluss sprach. „Leben als Autor (Selbstzweifel, Motivation, Rituale)“. Man merkte es den belustigten Reaktionen des Publikums an, dass nicht nur ich meine Probleme und Problemchen in dem Vortrag wiederfand.

„Ein multimediales Event“ nannte André Wiesler seinen anschließenden Beitrag „Von Blutsaugern, Hexen und Menschenfressern“. Und schaurig schön ging es dann auch zu. So ein bisschen Grusel vor dem Abendbrot hat sicher keinem geschadet.

Nach dem leckeren Abendessen ging es dann wieder in die Hotelbar, wo es wieder sehr gemütlich bis beschwingt zuging.

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