Eine Frage an Jeaniene Frost

Jeaniene Frost: Kuss der Nacht
Jeaniene Frost: Kuss der Nacht

Bis zum 10. August könnt ihr, sofern ihr eine habt, eure Frage an angelika@literatopia.de senden.
Gerichtet ist sie an den Shootingstar der Dark Fantasy, Jeaniene Frost, deren Roman „Blutrote Küsse“ schon zahlreiche Leser gefunden hat. Die Fortsetzung „Kuss der Nacht“ ist bereits erschienen und wird sicherlich nicht weniger Fans finden.

Warum keine Drehbücher?

Meine Mutter fragte gestern, ob ich mir nicht auch vorstellen könne, Drehbücher zu schreiben, was ja doch ein sehr lukratives Geschäft sei.
Ich antwortete unter anderem, dass ich durchaus schon daran gedacht hätte, dass mir persönlich aber zunächst (und womöglich für alle Zeit) Romane wichtiger wären.
Es wäre zudem so, dass ich mich einfach noch zu unsicher fühle, ob und wie es mir gelänge, einen Stoff filmgerecht aufzubereiten.
Tatsächlich habe ich mich immerhin schon einmal an zwei Minidrehbüchern versucht, die nun irgendwo in den Tiefen meiner Festplatte schlummern.

Für den Tag, an dem ich mich entschließen sollte, es doch ernsthaft zu versuchen, und für die, die schon jetzt auf der Suche nach ein bisschen Begleitung auf diesem Weg sind, habe ich zwei hilfreichen Blogartikel meiner Rostocker Autorenkollegin Daniela Wegert gefunden:

Drehbuchtemplates für Word

Drehbücher zum Lesen

Heißer Sommer zu gewinnen

Doch für Schatten ist gesorgt.
Literatopia verlost „Schattenversuchungen„, eine düster-erotische Anthologie, die von Alisha Bionda herausgegeben wurde.

Alisha Bionda (Hg.): Schattenversuchungen
Alisha Bionda (Hg.): Schattenversuchungen

Bis zum 15.08.09 könnt ihr am Gewinnspiel teilnehmen.

Interessant auch das Interview-Spezial zum Buch, das mit den Autoren Christoph Marzi und Tanya Carpenter gestartet ist.

Wenn „Goethe“ fantasiert

Folgende interessante Informationen stellte der Administrator des Montsegur Autorenforums zur Verfügung (zur Quelle):

„Wie in der Literaturbranche bekannt, ist der August von Goethe Literaturverlag ein Zuschussverlag, der zur Frankfurter Verlagsgruppe gehört. Dabei handelt es sich um einen Pseudoverlag, dessen Publikationen üblicherweise kaum in Buchhandlungen zu finden sind. (1)

Um über echte Verlage und Pseudoverlage aufzuklären, ist das Fairlag Aktionsbündnis gegründet worden, ein internationaler Zusammenschluss von über 50 Autorenverbänden und Literaturinstitutionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz: www.fairlag.org

Nun schreibt der August von Goethe Literaturverlag auf seiner Website:

Das erfolgreiche Wirken des August von Goethe Literaturverlags zu Gunsten der neuen, noch nicht etablierten Autoren regte die Schriftstellergewerkschaft sogar zur Schöpfung des Begriffs „Fairlag“ an.

Tatsächlich bezieht sich der Begriff „Fairlag“, wie er von der Schriftstellergewerkschaft und den übrigen Initiatoren des Fairlag-Aktionsbündnisses verwendet wird, ausdrücklich nicht auf den August von Goethe Literaturverlag. Das Bündnis warnt vielmehr ausdrücklich vor Geschäftspraktiken, wie sie bei Pseudoverlagen anzutreffen sind.

Die Täuschung der Autoren geht noch weiter. Der August von Goethe Literaturverlag schreibt auf seiner Website:

Der gemeinnützige Bund Deutscher Schriftsteller e.V. empfiehlt den AUGUST VON GOETHE LITERATURVERLAG für neue Autoren.

Tatsächlich ist dieser „Bund Deutscher Schriftsteller e.V.“ (der mit der tatsächlichen Schriftstellergewerkschaft, die den Namen „Verband Deutscher Schriftsteller“ trägt, nichts zu tun hat) eine Einrichtung des Herrn Markus Hänsel-Hohenhausen, Kapitaleigner und Verlagsgründer der Frankfurter Verlagsgruppe AG Holding August von Goethe (2).
Der Verein gehört somit zum selben Pseudoverlagskonzern, und daher handelt es sich keineswegs um eine unabängige Empfehlung, sondern um eine Werbung für das eigene Medienkonsortium des in der Öffentlichkeit umstrittenen nichtadligen Trägers der Namen Markus von Hänsel-Hohenhausen alias Dr. Donatus Prinz von Hohenzollern. (3), (4)

(1) Siehe OLG München (Az 4 6 U 2250/09)
(2) Siehe OLG Köln (Az 14 U 116/08)
(3) Siehe OLG Frankfurt (Az. 2-03 O 68/08)
(4) Siehe OLG Frankfurt (Az 16U21/09)“

Fast schon bewundernswert, welche Unverfrorenheit derart schwarze Schafe zur Täuschung ihrer Lämmchen immer wieder an den Tag legen.

Die Nebelelfen gemeinsam lesen

Allein lesen ist doof. Dem würde zwar kaum jemand zustimmen, aber dennoch tauscht man sich doch gern über das Gelesene aus.
Leserunden sollen Leute zusammenführen, die sich schon während des Leseprozesses über das jeweilige Buch austauschen wollen. Wenn sich dann zur Leserunde noch derjenige gesellt, der das Buch verzapft hat, wird es erst richtig interessant.

Eine solche Leserunde mit Monika Felten, Deutschlands erfolgreichster Fantasyautorin, startet am 5. Oktober auf Piper Fantasy.
Gelesen wird „Die Nebelelfen“, der Abschluss von Monikas preisgekrönter „Saga von Thale“.
Im Vorfeld gibt es das Buch zehnmal zu gewinnen.

Ich habe den Auftakt zur Saga gelesen und denke daher, das Buch kann man (zumindest Freunden des Genres) uneingeschränkt empfehlen.

Monika Felten: Die Nebelelfen
Monika Felten: Die Nebelelfen

Der Verlag zum Buch:
Mit ihrer preisgekrönten »Saga von Thale« wurde Monika Felten zur erfolgreichsten deutschen Fantasyautorin. Nun führt sie die Fans der Nebelelfen erneut nach Thale, in eine Zeit, lange bevor die Menschen das Land besiedelten. In einer Mine, in der das kostbare Sternenebulit abgebaut wird, öffnet sich ein Dimensionstor in eine andere Welt. Dort verwandelt der finstere Magier An-Rukhbar die Bergleute in übermächtige Krieger, mit deren Hilfe er die verhassten Nebelelfen endgültig vernichten will. Brinnah, Kurierreiterin der Nebelelfen, kommt dem schreck­lichen Geheimnis auf die Spur. Sie sieht nur einen Weg, die Katastrophe von ihrem Volk abzuwenden: Sie muss die Zwischenwelt überwinden und den Elfenkönig warnen. Doch in jenem Schattenreich lauern tödliche Gefahren – Thale scheint unrettbar verloren.

Erscheinungstermin: September 2009

480 Seiten
Gebunden
€ 19,95 [D], € 20,60 [A], sFr 34,90
ISBN: 9783492701518

Mit ihrer preisgekrönten »Saga von Thale« wurde Monika Felten zur erfolgreichsten deutschen Fantasyautorin. Nun führt sie die Fans der Nebelelfen erneut nach Thale, in eine Zeit, lange bevor die Menschen das Land besiedelten. In einer Mine, in der das kostbare Sternenebulit abgebaut wird, öffnet sich ein Dimensionstor in eine andere Welt. Dort verwandelt der finstere Magier An-Rukhbar die Bergleute in übermächtige Krieger, mit deren Hilfe er die verhassten Nebelelfen endgültig vernichten will. Brinnah, Kurierreiterin der Nebelelfen, kommt dem schreck­lichen Geheimnis auf die Spur. Sie sieht nur einen Weg, die Katastrophe von ihrem Volk abzuwenden: Sie muss die Zwischenwelt überwinden und den Elfenkönig warnen. Doch in jenem Schattenreich lauern tödliche Gefahren – Thale scheint unrettbar verloren.

Das Amarna-Grab

Neuer Roman von Jacob Nomus:

Kairo 2011: Die Analyse der DNA einer mumifizierten Frauenleiche aus dem Tal der Könige ist erst der Anfang einer Reihe mysteriöser Entdeckungen. Eine unterirdische Grabanlage bringt die Forscher auf die Spur eines unfassbaren Experiments im Ägyptischen Reich. Nichts, wirklich nichts aus den alten Überlieferungen der Weltgeschichte ist, wie es immer schien …

Jacob Nomus
Das Amarna-Grab
364 Seiten
ISBN: 978-3-00-028020-7

Homepage von Jacob Nomus
Leseprobe

Romangetwitter

Sueddeutsche.de berichtete kürzlich über den Roman „The French Revolution„, den der amerikanische Autor Matt Stewart als soziales Experiment und nicht zuletzt aus Mangel an Verlagsangeboten auf Twitter veröffentlicht.
Seiner Ansicht nach, sei dies der erste Roman bei Twitter.

Doch schon der erste User, der sich dazu meldete, widerlegte das, indem er auf einen bereits existierenden verwies, den zufälligerweise er selbst geschrieben habe.

Eine kurze Anfrage bei Google ergibt im Übrigen, dass der geneigte Leser eine durchaus noch größere Auswahlmöglichkeit hat.
So verweist Thomas Gerlach bereits im Oktober 08 auf seinem Blog auf einen Twitter-Krimi eines Freundes, der allerdings scheinbar nicht allzu viel Ausdauer bewiesen hat.
Manuel Pliewisch hat es mit seinem „Auf der Jagd nach der letzten Zigarette“ im Mai dieses Jahres immerhin auf 9 Folgen gebracht.

Ausdauernder ist dagegen meine Montsegur-Kollegin Nicole Rensmann, deren Twitter-Roman in englischer Sprache man aktuell verfolgen kann.
Oder man schließt sich ihrer Mitmachstory „WirSchreiben“ an, bei der ein gemeinsamer Roman entstehen soll.

Fantasy zieht ins Neue Deutschland!

Reinhard Kruska hat mithilfe eines Essays der Fantasyliteratur Zugang ins Neue Deutschland verschafft.
In einem sehr differenzierten, fundierten und umfangreichen Artikel schreibt er über die Besonderheiten und die Geschichte des Genres und macht sich über die Ursachen für die anhaltende Beliebtheit Gedanken.
Ein kluges Essay und dennoch im Detail, gerade hinsichtlich der grundlegenden Merkmale des Genres, streitbar.

Zum Essay

Ein Kommentar von Thomas Plischke
Diskussion bei Montsegur

Keine zweite Pippi

Das Hamburger Landgericht hat die Vervielfältigung, den Vertrieb und das Bewerben eines 2008 veröffentlichten Kinderbuchs per einstweiliger Verfügung verboten, was am 24. Juni im Widerspruchsverfahren bestätigt wurde.
„Die doppelte Pippielotta“ wurde als Plagiat des Astrid-Lindgren-Klassikers „Pippi Langstrumpf“ eingestuft, es erscheine wie eine Fortschreibung der Geschichten der schwedischen Schriftstellerin.

Quelle: Yahoo! Nachrichten

Schätzing fliegt zum Mond

Noch bis Anfang August soll um den neuen Roman Frank Schätzings ein großes Geheimnis gemacht werden, bevor er am 5. Oktober erscheint.
Die neuesten Informationen besagen laut BuchMarkt.de, die Handlung spiele im Jahr 2025 und es ginge um die Erschließung einer Energiequelle, die nur auf dem Mond vorkommt.
Außerdem habe Kiepenheuer & Witsch die ursprünglich geplante Startauflage von 350.000 Stück auf 400.000 erhöht. Buchmarkt zitiert den stellvertretenden Vertriebsleiter Stefan Wirges: „Das kann sich das bis zur Drucklegung durchaus nochmal erhöhen. Die Erwartung des Handels an diesen Titel sind enorm und wir freuen uns über die höchste Hardcover-Vorbestellzahl unserer Verlagsgeschichte.“

Quelle: BuchMarkt

Stefan Wirges: „Das kann sich das bis zur Drucklegung durchaus nochmal erhöhen. Die Erwartung des Handels an diesen Titel sind enorm und wir freuen uns über die höchste Hardcover-Vorbestellzahl unserer Verlagsgeschichte.“