Für die Kultur des Wortes – Gegen Einschüchterung

Unterschriftenaktion des
VS (Verband deutscher Schriftsteller)
und des
BVjA (Bundesverband junger Autoren)

Frankfurter Verlagsgruppe diffamiert Autoren und ihre Verbände

Ein Unternehmen, das sich mit dem Namen Goethe schmückt, geht mit repressiven Maßnahmen gegen Autoren und ihre Verbände vor, die sich für faire Verlagspraktiken einsetzen.

Die Frankfurter Verlagsgruppe Holding AG August von Goethe, deren Tochtergesellschaft Frankfurter Literaturverlag GmbH verschiedene Imprints unterhält (u.a. „August von Goethe Literaturverlag“, „Cornelia Goethe Literaturverlag“, „Fouqué Literaturverlag“, „Weimarer Schillerpresse“), geht bereits seit Jahren gegen Kritiker mit juristischen Maßnahmen vor. Über 100 Klageverfahren in drei Jahren! Noch skandalöser ist es, wie im Internet Kritiker der Verlagsgruppe hingestellt werden, nämlich als „öffentlich gebrandmarkte Betrüger“ und „Literaturverbrecher“.

Worum geht es?

Schriftsteller und ihre Verbände warnen ausdrücklich vor unseriösen Praktiken. Sie werfen Druckkostenzuschussverlagen vor, dass sie Autoren in die Irre führen. Junge bzw. unerfahrene Autoren werden auf zweifelhafte Weise angeworben und müssen für die Veröffentlichung ihrer Werke vier- bis fünfstellige Eurobeträge bezahlen.

Die Frankfurter Verlagsgruppe unter ihrem Kapitaleigner und Verlagsgründer Dr. Markus Hänsel-
Hohenhausen bzw. mit ihr verflochtene Einrichtungen (vgl z.B. Landgericht Frankfurt am Main vom 17.5.2005, Az: 2-03 O 730/04) gehen gegen kritische Äußerungen mit Diffamierungen im Internet vor. Kritiker werden zudem mit Anrufen und in Schreiben belästigt und bedroht. Solche Schreiben werden sogar an Arbeitgeber der Kritiker verschickt. Mit dieser Verbreitung von Verleumdungen soll offensichtlich versucht werden, die Existenzgrundlage kritischer Menschen zu gefährden. In Diffamierungen im Internet heißt es u.a. zynisch: „Ihr betrügerischer Ruf sei, dank der langfristigen Nachweisbarkeit im Internet, nun auch Bestandteil ihrer Biografie und ihres weiteren Lebensweges.“

Wer geht hier unlauter vor?

Zum Beispiel wird den Autorenverbänden des Aktionsbündnisses „Autorenverfolgung im Geiste des Nationalsozialismus und Kommunismus“ unterstellt. Solch widersinnige Diffamierungen verharmlosen eklatant Gräueltaten gegen kritische Schriftsteller in Diktaturen. Vor der Gründung bereits drohte die „Frankfurter Verlagsgruppe Holding AG August von Goethe“ den Initiatoren und unterstützungswilligen Autorenvereinigungen des Aktionsbündnisses für faire Verlage (Ak Fairlag) mit kostenträchtigen Prozessen und versuchte Unterstützer mit Abmahnungen einzuschüchtern. Nicht allein die öffentliche Meinungsäußerung, sondern bereits die interne freie Meinungsbildung sollte unterbunden werden. Solche Vorgehensweisen haben mit einer Kultur des Wortes absolut nichts zu tun und sind ein Schlag ins Gesicht aller gewissenhaft und seriös arbeitenden Verlage und Autorenverbände.

DARUM FORDERN WIR:

  • Die sofortige Beendigung dieser skandalösen Diffamierungen
  • den Ausschluss der Verlagsgruppe aus dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels
  • Fairness zwischen Autoren und Verlegern

Unterschriftenaktion

Der Aufruf und ein Blatt zur Sammlung von Unterschriften können als pdf-Datei hier geladen werden: Unterschriftenaktion (PDF, 75 kB)

Auf der Seite selbst gibt es auch einen E-Mail Link, der verwendet werden kann, um die Unterschriftenaktion per E-Mail zu unterstützen:

http://vs.verdi.de/aktuelles/pressemeldungen/unterschriftenaktion

Quelle: vs.verdi.de

2 Antworten auf “Für die Kultur des Wortes – Gegen Einschüchterung”

  1. Wir müssen gegen Leute wie Hänsel-Hohenhause oder Christian Jaensch vorgehen! Sie wollen nur die Literaturszene ausbluten und ausnutzen. Bitter! SIe schrecken dabei nicht vor Psychoterror zurück! Klagen werden mit Lug und Betrug erschlichen!
    Lasst uns was unternehmen gegen diese Leute!!

    1. Vielen Dank für deinen Kommentar.
      Ich denke, diese Unterschriftenaktion, die Unterstützung des Aktionsbündnisses und vor allem die fortwährende Aufklärung sind unheimlich wichtig. Tun wir, was wir tun können.

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