Auch der Tod hat einmal Verspätung

Dieser kleine Online-Text von Silvia Beyen hat es in sich. Hinter dem harmlos wirkenden und nicht ganz passenden Cover verbirgt sich eine Ehehölle.

Gekonnt lässt die Erzählung dem Leser zum Einstieg noch einen Moment des Atemholens, bis die alltägliche  Gewalt, die die Protagonistin erfährt, das ruhige Bild zerbricht. Die Betroffenheit, die den Leser packt, steht nicht geschrieben, der Erzählstil ist nüchtern und auf den Punkt.
Und der kurze Text hält Wendungen bereit, bietet am Schluss sogar eine Überraschung.

Die Geschichte ist meiner Meinung nach so gut erzählt, dass ein paar sprachliche Feinheiten kaum ins Gewicht fallen.

Also, macht euch auf einiges gefasst.

SCHREIBEN. HOFFEN! ERFOLG?

„Von der Idee zum Bestseller. Fünfteilige Veranstaltungsreihe im Literaturbüro Nordhessen von April bis November

Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, einen Bestseller zu schreiben? Berühmt zu werden einzig durch Eingebung, Geist, Phantasie und eine brillante, fesselnde Schreibe?

So wie Henning Mankell, Joanne K. Rowling, Donna Leon oder Daniel Kehlmann. Vom Schreiben leben zu können, davon träumen viele, aber nur den allerwenigsten gelingt es. Genie ist selten. Schreiben will gelernt sein, ist harte Arbeit. Und der Buchmarkt hat seine Tücken, Trends und Moden.

Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen und leuchten ins Dunkel des literarischen Dschungels, in dem alle ihre Rollen spielen: Autoren, Schreiblehrer und Lektoren, Verlage, Buchhändler und Kritiker.“

Die Veranstaltungsreihe startet am 29. Aptil mit einem Gespräch mit dem Herausgeber und Essayisten Renatus Decker und dem mehrfach ausgezeichneten Autor Marcel Beyer (u.a. Uwe-Johnson-Preis, Friedrich-Hölderin-Preis, Erich-Fried-Preis).

In den vier weiteren Veranstaltungen kommen der Redakteur und Autor Hans-Peter Roentgen, Mathhias Bischoff, Cheflektor und Programmchef des Eichborn-Verlags, Klaus Feld, Verbandsgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, sowie der Literaturkritiker Ruthard Stäblein zu Wort.

Nähere Infos:

Literaturbüro Nordhessen
Lassallestr. 15
34119 Kassel
Tel.: (0561) 701 64 857
Fax.: (0561) 701 64 856
eMail: info[at]literaturbuero-nordhessen.de

Für die Kultur des Wortes – Gegen Einschüchterung

Unterschriftenaktion des
VS (Verband deutscher Schriftsteller)
und des
BVjA (Bundesverband junger Autoren)

Frankfurter Verlagsgruppe diffamiert Autoren und ihre Verbände

Ein Unternehmen, das sich mit dem Namen Goethe schmückt, geht mit repressiven Maßnahmen gegen Autoren und ihre Verbände vor, die sich für faire Verlagspraktiken einsetzen.

Die Frankfurter Verlagsgruppe Holding AG August von Goethe, deren Tochtergesellschaft Frankfurter Literaturverlag GmbH verschiedene Imprints unterhält (u.a. „August von Goethe Literaturverlag“, „Cornelia Goethe Literaturverlag“, „Fouqué Literaturverlag“, „Weimarer Schillerpresse“), geht bereits seit Jahren gegen Kritiker mit juristischen Maßnahmen vor. Über 100 Klageverfahren in drei Jahren! Noch skandalöser ist es, wie im Internet Kritiker der Verlagsgruppe hingestellt werden, nämlich als „öffentlich gebrandmarkte Betrüger“ und „Literaturverbrecher“.

Worum geht es?

Schriftsteller und ihre Verbände warnen ausdrücklich vor unseriösen Praktiken. Sie werfen Druckkostenzuschussverlagen vor, dass sie Autoren in die Irre führen. Junge bzw. unerfahrene Autoren werden auf zweifelhafte Weise angeworben und müssen für die Veröffentlichung ihrer Werke vier- bis fünfstellige Eurobeträge bezahlen.

Die Frankfurter Verlagsgruppe unter ihrem Kapitaleigner und Verlagsgründer Dr. Markus Hänsel-
Hohenhausen bzw. mit ihr verflochtene Einrichtungen (vgl z.B. Landgericht Frankfurt am Main vom 17.5.2005, Az: 2-03 O 730/04) gehen gegen kritische Äußerungen mit Diffamierungen im Internet vor. Kritiker werden zudem mit Anrufen und in Schreiben belästigt und bedroht. Solche Schreiben werden sogar an Arbeitgeber der Kritiker verschickt. Mit dieser Verbreitung von Verleumdungen soll offensichtlich versucht werden, die Existenzgrundlage kritischer Menschen zu gefährden. In Diffamierungen im Internet heißt es u.a. zynisch: „Ihr betrügerischer Ruf sei, dank der langfristigen Nachweisbarkeit im Internet, nun auch Bestandteil ihrer Biografie und ihres weiteren Lebensweges.“

Wer geht hier unlauter vor?

Zum Beispiel wird den Autorenverbänden des Aktionsbündnisses „Autorenverfolgung im Geiste des Nationalsozialismus und Kommunismus“ unterstellt. Solch widersinnige Diffamierungen verharmlosen eklatant Gräueltaten gegen kritische Schriftsteller in Diktaturen. Vor der Gründung bereits drohte die „Frankfurter Verlagsgruppe Holding AG August von Goethe“ den Initiatoren und unterstützungswilligen Autorenvereinigungen des Aktionsbündnisses für faire Verlage (Ak Fairlag) mit kostenträchtigen Prozessen und versuchte Unterstützer mit Abmahnungen einzuschüchtern. Nicht allein die öffentliche Meinungsäußerung, sondern bereits die interne freie Meinungsbildung sollte unterbunden werden. Solche Vorgehensweisen haben mit einer Kultur des Wortes absolut nichts zu tun und sind ein Schlag ins Gesicht aller gewissenhaft und seriös arbeitenden Verlage und Autorenverbände.

DARUM FORDERN WIR:

  • Die sofortige Beendigung dieser skandalösen Diffamierungen
  • den Ausschluss der Verlagsgruppe aus dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels
  • Fairness zwischen Autoren und Verlegern

Unterschriftenaktion

Der Aufruf und ein Blatt zur Sammlung von Unterschriften können als pdf-Datei hier geladen werden: Unterschriftenaktion (PDF, 75 kB)

Auf der Seite selbst gibt es auch einen E-Mail Link, der verwendet werden kann, um die Unterschriftenaktion per E-Mail zu unterstützen:

http://vs.verdi.de/aktuelles/pressemeldungen/unterschriftenaktion

Quelle: vs.verdi.de

Elke Heidenreich unwissentlich zur Herausgeberin gemacht

Wie Literaturcafe.de berichtet, hat die Deutsche Literaturgesellschaft den Namen Elke Heidenreichs missbraucht. Mehr noch: Sie machte die bekannte Kritikerin kurzerhand und ohne deren Wissen zur Herausgeberin eines Buches des Zuschussverlags.

Tatsächlich ist auf der Homepage des Verlags für Mai 2009 eine Neuerscheinung angekündigt, bei der Elke Heidenreich neben Jörgen Hansen als Herausgeberin fungiert. Groß ist ihr Gesicht auf dem Cover zu sehen. „Bücher könnte ich lassen, Oper nie!“ heißt der Titel, der laut Elke Heidenreich ein Zitat aus einem ihrer Inteviews sei, und von der Deutschen Literaturgesellschaft unauthorisiert verwendet würde.

Auf Nachfrage des Literatur-Cafés, habe die prominente Kritikerin unmissverständlich ausgedrückt, sie kenne weder den Verlag noch das Buch.

Die Gesellschaft mit dem hochtrabenden Namen ist nach Angaben des Literatur-Cafés ein Zuschussverlag, der seinen Autoren anders als bei Publikumsverlagen horrende Summen für die Veröffentlichung ihrer Werke abknöpft.
Um diese für sich zu werben, ist dem Dienstleister wohl kein Mittel fremd.

Mehr dazu auf Literaturcafe.de.

From Web to Reality

Zur folgenden Ankündigung zunächst eine persönliche Anmerkung von mir:

BookRix ist eine Literaturplattform, die auch außerhalb dieses Wettbewerbs viel Interessantes und Nützliches zu bieten hat.
BoD Norderstedt
ist – auch nach eigenen Angaben – ein Dienstleister, der aus meiner Sicht nicht in jedem Fall eine echte Alternative zur Veröffentlichung in einem Publikumsverlag darstellen kann.
Ich empfehle daher, sich generell umfänglich zu informieren, bevor man die Veröffentlichung des eigenen Werkes in Betracht zieht!

Pressemeldung:

From Web to Reality
BookRix und BoD starten gemeinsame Aktion „From Web to Reality – Aus dem Netz Ins Buchregal"

In Kooperation mit BoD (Books on Demand GmbH) startet der VisionAward 09-Gewinner BookRix die Aktion „From Web to Reality – Aus dem Netz ins Buchregal“. BookRix-Autoren haben damit ab sofort die Chance, ihr virtuelles Buch zu drucken und überall im Buchhandel zu vertreiben.

Auf der Internetseite http://www.bookrix.de kann jeder Autor kostenlos Bücher erstellen und online präsentieren. Besonders aktiven Usern schenkt BookRix jetzt im Rahmen der Aktion „From Web to Reality“ eine Gratis-Veröffentlichung bei BoD:
„Mit unserem neuen Kooperationspartner erhalten BookRix-User jetzt die Chance, ihre digitalen Bücher drucken und mit einer ISBN ausstatten zu lassen. So sind sie „greifbar“ und in allen deutschen Buchhandlungen sowie mehr als 1.000 Onlineshops erhältlich“, erklärt Gunnar Siewert, Mitbegründer von BookRix. BoD-Geschäftsführer Dr. Moritz Hagenmüller ergänzt:
„BookRix bietet seinen Kunden die Plattform im Internet und BoD den flächendeckenden Vertrieb im Buchhandel. Auf diese Weise ist die Vermarktung in allen wichtigen Kanälen gesichert.“

Aussichten auf den Preis haben alle Autoren, die vom 1. Januar bis 3. Mai 2009 mindestens 100 Kommentare unterschiedlicher Personen zu ihrem digitalen Buch gesammelt haben.

Vom Atmen unter Wasser

Ich möchte heute gern ein kleines Highlight im Fernsehen empfehlen.

Am 17.04. um 21.00 Uhr läuft auf Arte der Film „Vom Atmen unter Wasser“ nach dem Drehbuch meiner lieben Autorenkollegin Lisa-Marie Dickreiter.

Bei einer Lesung beim letztjährigen Autorentreffen von Montsegur durften wir bereits einen Eindruck gewinnen, als Lisa aus ihrem Romanmanuskript las (das Drehbuch hatte sie zuerst geschrieben, der Roman folgt).

Dieser Eindruck machte für alle klar: Den Film darf man auf keinen Fall verpassen.

Nun aber lasse ich Arte sprechen:
(Quelle: Arte-Programm)
Freitag, 17. April 2009 um 21.00 Uhr

Wiederholungen:
18.04.2009 um 15:40

Vom Atmen unter Wasser
(Deutschland, 2007, 96mn)
SWR
Regie: Winfried Oelsner
Kamera: Felix Cramer
Musik: Stefan Schulzki
Schnitt: Vessela Martschewski
Darsteller: Adrian Topol, Andrea Sawatzki, Christin Heim, Gitta Schweighöfer, Mirco Kreibich, Paula Kalenberg, Susanne-Marie Wrage, Thorsten Merten, David Müller (Simon als Kind), Zoe Zeller (Sarah als Kind)
Autor: Lisa-Marie Dickreiter
Kostüme: Charlotte Graf
Ausstattung: Jost Schrader
Maske: Nadine Aleardi
Produktion: ARTE, SWR, av independents Film & TV GmbH
Redaktion: Georg Steinert, Stefanie Groß
Ton: Michael Diehl
Fassung für Hörbehinderte Stereo 16:9 (Breitbildformat) Zweikanalton

Ein Jahr nach dem grausamen Mord an seiner kleinen Schwester steht die Ehe von Simons Eltern vor dem Zusammenbruch. Um die Familie zu retten, unterbricht er sein Studium. Doch er muss begreifen, dass es nie mehr so werden kann, wie es einmal war …

Schon als kleiner Junge heckte Simon Pläne aus, um seine Schwester Sarah loszuwerden, die als Nesthäkchen der Familie die gesamte Zuneigung und Aufmerksamkeit der Eltern auf sich zog. 14 Jahre später werden diese kindlichen Wunschvorstellungen brutale Realität: Sarah wird auf dem Nachhauseweg von einer Party erdrosselt.
Nach dem gewaltsamen Tod des Mädchens droht der Familie ein Jahr später auch noch der Verlust der Mutter: Anne wird mit dem unerträglich lähmenden Schmerz nicht fertig und versucht kurz vor Sarahs erstem Todestag, ihrem eigenen Leben ein Ende zu setzen. Immer größer wird der Kokon, den sie wie eine schützende Hülle um sich gesponnen hat und immer tiefer versinkt sie in dem Sumpf des Vergangenen, in der Zeit vor Sarahs Tod. Anne kann nicht in der Gegenwart leben, sie verhält sich zunehmend rücksichtsloser und bringt damit die bestehende Familie heftig ins Wanken.

Annes Mann Jo hat als engagierter Bewährungshelfer schon vielen Menschen geholfen, doch zu seiner eigenen Frau findet er keinen Zugang. Verzweifelt bittet er schließlich ihren gemeinsamen Sohn Simon, das Medizinstudium für ein Semester zu unterbrechen und übergangsweise wieder zu Hause einzuziehen.
Simon, der sich in seiner Kindheit von seiner kleinen Schwester immer in den Schatten gestellt fühlte, fällt es zunächst schwer, seiner Mutter eine tragende Stütze zu sein. Er beobachtet, wie verschieden seine Eltern mit der Trauer umgehen, und muss miterleben, wie der Schmerz die Familie langsam aushöhlt. Es quält ihn, mit anzusehen, wie weit sich seine Eltern in diesem Jahr voneinander entfernt haben. Er sucht nach Wegen, seiner tief in ihren Kummer eingekapselten Mutter den Alltag wieder lebenswert zu machen und sich für den Zusammenhalt der gläsern gewordenen Familie einzusetzen.
„Vom Atmen unter Wasser“ ist ein aufwühlendes, feinfühliges Familiendrama über den individuellen Umgang mit der Trauer und Ohnmacht nach dem Tod eines geliebten Menschen. Regisseur Winfried Oelsner setzt den Akzent auf den Nachklang, den die Ereignisse hinterlassen, und darauf, wie sich die psychische Labilität der Hinterbliebenen auf das Familienleben auswirkt. Die Intensität der fein gezeichneten Figuren ist emotional ebenso packend wie die authentischen Dialoge der Figuren. Ein schwieriges Thema, einfühlsam realisiert – ein Film, der nachhallt.

Winfried Oelsner interessierte an der Geschichte, „wie Menschen in einer solchen Situation auf sich selbst zurückgeworfen werden, wie sie aneinander vorbeileben, sich Nischen und Fluchtwege suchen. Aus der Einsamkeit, der Trauer entstehen Egoismus, Rücksichtslosigkeit und neue Schuld.“

Das Drehbuch dieser SWR/ARTE-Koproduktion, die mit sehr geringem Budget realisierst wurde, stammt aus der Feder von Lisa-Marie Dickreiter und war 2006 für den Drehbuchpreis der MFG-Filmförderung Baden-Württemberg nominiert. Schauplatz des Arthouse-Films ist die Stadt Freiburg im Breisgau und Umgebung. Oelsners Film gewann den Publikumspreis sowohl beim achten FILMZ-Festival in Mainz als auch beim 35. Internationalen Filmwochenende in Würzburg.

Winfried Oelsner, der als Autor und Regisseur in Berlin arbeitet, schloss sein Regie-Studium 2003 an der Filmakademie in Ludwigsburg ab. Sein Werk umfasst die Dokumentarfilme „Ultra – Ein Leben für den Fußball“ (2001), „Ray Negro – Der schwarze König“ (2004) und „Projekt Gold – Eine deutsche Handball-WM“ (2007) sowie drei Spielfilme. Neben „Vom Atmen unter Wasser“ sind dies „Vida – Bruchstücke einer Erinnerung“ (2002), der 2003 bei den Biberacher Filmfestspielen den Nachwuchsförderpreis erhielt, und „Tsunami“ (2005), ein in bereits über 80 Länder verkaufter Quotenerfolg.

Schon in der Phase der Buchentwicklung war Andrea Sawatzki für Winfried Oelsner die Idealbesetzung der Anne, da sie „perfekt Ohnmacht und Unberechenbarkeit einer zutiefst traumatisierten Frau verbindet“. Dem deutschen Publikum ist die Schauspielerin mit dem markanten Äußeren vor allem als Frankfurter „Tatort“-Kommissarin Charlotte Sänger bekanntgeworden. 1997 wurde sie an der Seite von Katja Riemann und Jürgen Vogel in Rainer Kaufmanns „Die Apothekerin“ einem breiteren Publikum bekannt. Neben Auftritten in diversen Fernsehserien, wie „Kommissar Rex“, „Polizeiruf 110“, „Der letzte Zeuge“ oder „Arme Millionäre“, war sie auch in dem von der Kritik gelobten Fernsehmehrteiler „Die Manns“ (2001, Regie: Heinrich Breloer) und als Psychiaterin Dr. Helen Cordes in „Helen, Fred und Ted“ (2006, Regie: Sherry Hormann) zu sehen.
Neben komischen Rollen verkörpert die fragil anmutende Schauspielerin vorwiegend tragische Figuren in psychischen Grenzsituationen. So beispielsweise die Dr. Jutta Grimm in Oliver Hirschbiegels vielfach ausgezeichnetem Kinofilm „Das Experiment“ oder die Witwe Katharina in dem Thriller „Das Schneckenhaus“ (2006, Regie: Florian Schwarz). 2005 brachte ihr die „Tatort“-Folge „Herzversagen“ eine Nominierung für den deutschen Fernsehpreis und einen Adolf-Grimme-Preis ein. 2007 wurde Sawatzki als beste Schauspielerin für die goldene Kamera nominiert und auf dem Filmfestival von Montreal für ihre Rolle als verzweifelte Mutter in Volker Einrauchs Drama „Der andere Junge“ (2007) ausgezeichnet.

Harmlos

Auch die beste Freundschaft kann böse enden.
Manchmal auf dem Küchenfußboden.
Aber schließlich kann man sich ja nicht alles gefallen lassen!

Einen Monat später hatte Claudia Geburtstag. Stolz führte sie mir Muttis Geschenk vor. Es waren die hellblauen Prada! Ich war am Boden zerstört. Sie hatte tatsächlich die Frechheit besessen, sich meine Schuhe zum Geburtstag zu wünschen. Da hörte die Freundschaft auf. Ich hatte sie schließlich zuerst gesehen. Ich weiß nicht, ob ich sie jemals geschenkt bekommen hätte, doch da bis zu meinem Geburtstag ein weiterer Monat ins Land gegangen wäre, hatte sie mir nun jede Chance versaut. Denn nun würde ich als die Nachahmerin dastehen, was schlimmer wäre, als überhaupt keine Schuhe zu besitzen.

Kinderzimmer im Netz

Eine bunte Welt für Kinder
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